München hat am 16. September 2026 das Sicherheitskonzept für das 191. Oktoberfest vorgestellt. Stadt, Polizeipräsidium München und beteiligte Einsatzbehörden setzen auf ein Bündel aus Drohnenabwehr, erweiterter Videoüberwachung und verstärkter Präsenz von Polizei, Sicherheitsdiensten und Rettungskräften. Anlass ist die unmittelbar bevorstehende Wiesn vom 19. September bis 4. Oktober 2026 auf der Theresienwiese.
Zentraler Baustein ist ein Flugbeschränkungsgebiet über dem Festgelände. Unbemannte Luftfahrzeuge sind während der Wiesn grundsätzlich verboten. Nach Polizeiangaben wird das Verbot durch technische Mittel zur Drohnenabwehr und eine enge Abstimmung mit Luftfahrt- und Sicherheitsbehörden abgesichert. Parallel wurde die Videoüberwachung ausgebaut: Neben den 56 Kamerastandorten der Polizei will die Stadt über 50 zusätzliche Kameras an rund 35 Positionen installieren. Nach städtischen Angaben können Systeme zur Videoanalyse dabei helfen, Menschenansammlungen schneller zu erkennen und Wege für Einsatzkräfte freizuhalten. Eine automatische Identifikation einzelner Personen wurde nicht angekündigt.
Für die polizeiliche Präsenz sind nach der gemeinsamen Mitteilung rund 600 Polizeibeamte eingeplant. Die Festleitung koordiniert darüber hinaus private Sicherheits- und Ordnungsdienste. Eine neue Sicherheitszentrale des Veranstalters soll die Kommunikation zwischen Polizei, Rettungsdiensten, Ordnungsdiensten und Betreiberorganisationen bündeln, um Entscheidungen im Einsatzfall zu beschleunigen.
Die Rettungsdienste erweitern ihre Kapazitäten mit zusätzlichen Notarzteinsatzfahrzeugen, Rettungswagen und Krankentransportwagen. Die Wiesn-Ambulanz dient als zentrale Behandlungsstelle mit erweiterten medizinischen Möglichkeiten. Die Bundespolizeidirektion München kündigte verstärkte Kontrollen in Bahnhöfen und an S-Bahn-Haltepunkten wie der Hackerbrücke an. Zeitlich begrenzte Verbote zum Mitführen gefährlicher Gegenstände in Bahnanlagen sind vorgesehen.
Stadt und Polizei begründen die Maßnahmen mit Erfahrungen der Vorjahre und dem Ziel, Besucherströme in Echtzeit zu beurteilen und Rettungswege frei zu halten. Aussagen zu erwarteten Besucherzahlen bleiben zurückhaltend und verweisen auf Erfahrungswerte, ohne konkrete Prognosen. Technische Details zur Drohnenabwehr nannten die Behörden nur allgemein; Produkt- oder Leistungsdaten wurden nicht veröffentlicht.
Die Angaben stammen aus den am 16. September 2026 veröffentlichten Mitteilungen der Landeshauptstadt München, des Polizeipräsidiums München und der Bundespolizeidirektion München sowie begleitenden Berichten. Der Starttermin und der Zeitraum des 191. Oktoberfests wurden von der Stadt bestätigt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).