Der Nationale Sicherheitsrat ist am 14. September 2026 unter dem Vorsitz des Bundeskanzlers zusammengetreten. Nach Angaben der Bundesregierung stand die aktuelle Bedrohungslage durch hybride Angriffe im Mittelpunkt, ausgelöst durch den Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August 2026, den die Bundesregierung als hybriden Angriff einstuft. Der Rat ließ sich ein Lagebild vortragen und beschloss weitere Maßnahmen zum Schutz kritischer Infrastruktur sowie zur Abwehr von Spionage und Sabotage.
Konkret nahm der Rat eine Bestandsaufnahme der bereits laufenden Vorhaben im Rahmen des Aktionsplans zur Abwehr hybrider Bedrohungen vor und ergänzte diese um zusätzliche Schritte. Dazu zählen verschärfte Vorkehrungen gegen Ausforschungs- und Sabotageversuche, die beschleunigte Novellierung des Investitionsprüfungsrechts sowie verstärkte Maßnahmen zur Sicherung einer diversifizierten Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Als zentrales Förderinstrument nannte die Bundesregierung den bereits eingerichteten Rohstofffonds.
Nach Regierungsangaben bleibt Deutschland Ziel hybrider Angriffe. Sicherheitsbehörden hätten im Zusammenhang mit dem Ereignis in Leipzig/Halle Hinweise auf wiederkehrende Technikelemente und Vorgehensweisen festgestellt. Diese Erkenntnisse flossen in Entscheidungen auf Bundesebene ein und führten zu Abstimmungen mit europäischen Partnern. Der Nationale Sicherheitsrat beriet deshalb auch über die Verringerung einseitiger Abhängigkeiten mit strategischer Bedeutung für Wirtschaft und Sicherheit.
Neben wirtschafts- und außenpolitischen Fragen wurden Aspekte der zivilen und militärischen Verteidigung sowie sicherheitspolitische Folgen künstlicher Intelligenz behandelt. Die Beratungen knüpfen an Ressortabstimmungen der vergangenen Wochen an und werden laut Bundesregierung fortgesetzt. Konkrete Fristen oder Einzelschritte wurden in der Mitteilung nicht datiert; die Bundesregierung verwies auf weitere Abstimmungen und bevorstehende Gesetzentwürfe.
Der aktuelle Anlass der Sitzung ist in der offiziellen Mitteilung der Bundesregierung dokumentiert. Der Leipzig-Vorfall hatte bereits zu politischen Reaktionen in Berlin und auf europäischer Ebene geführt. Dazu zählten diplomatische Schritte und die Ausweitung von Sicherheitsvorkehrungen an besonders sensiblen Standorten. Die Bundesregierung betonte, dass die nun beschlossenen Maßnahmen Teil eines umfassenden Ansatzes sind, der Prävention, Aufklärung und Resilienz miteinander verbindet.
Der Nationale Sicherheitsrat ist ein Gremium zur ressortübergreifenden Koordinierung sicherheitsrelevanter Fragen. Die heutige Sitzung zielte nach Regierungsangaben darauf ab, kurzfristige Schutzvorkehrungen zu festigen und strukturelle Weichenstellungen vorzubereiten. Weitere Beschlüsse sollen nach Abschluss der angekündigten Abstimmungen folgen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).