Bayern

Nebenjobversprechen auf Social Media: 43-Jährige aus Rieden verliert fast 52.000 Euro

Die Polizei im Landkreis Amberg-Sulzbach hat am 24. August 2026 einen mutmaßlichen Betrugsfall gemeldet: Eine 43-Jährige aus Rieden überwies infolge eines angeblichen Nebenjobangebots fast 52.000 Euro in Kryptowährung.

Die Polizei im Landkreis Amberg-Sulzbach hat am 24. August 2026 einen mutmaßlichen Online-Betrug angezeigt: Eine 43-jährige Frau aus Rieden verlor fast 52.000 Euro, nachdem sie auf einer Social-Media-Plattform auf ein vermeintliches Nebenjobangebot eingegangen war. Nach Polizeiangaben veranlassten sie die unbekannten Auftraggeber wiederholt zu Zahlungen in Kryptowährung, indem sie angebliche Arbeitsfehler und daraus resultierende „Korrekturkosten“ geltend machten. Ermittlungen wegen Betrugs wurden eingeleitet.

Demnach stieß die Frau auf ein Inserat, das Tätigkeiten als „Händler“ beziehungsweise zur Unterstützung eines Handelsangebots in Aussicht stellte. Im weiteren Verlauf sollen die Kontaktpersonen der Geschädigten vorgespiegelt haben, Konten seien gesperrt und Prüfungen durch das Finanzamt stünden an. Um die angeblichen Probleme zu beheben, wurde sie zu weiteren Transaktionen gedrängt. Als die Summen stark anstiegen, wandte sich die Frau an die Polizei und erstattete Anzeige. Persönliche Treffen mit den mutmaßlichen Tätern gab es nach derzeitigen Erkenntnissen nicht.

Weitere Details zu beteiligten Konten, Plattformen oder Verdächtigen nannte die Polizei mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf die Polizei berichtet; die Deutsche Presse-Agentur verbreitete entsprechende Informationen ebenfalls am 24. August 2026. Die Ermittlungen dauern an.

Der Fall reiht sich in bekannte Betrugsmuster ein, bei denen vermeintliche Online-Jobs als Köder dienen. Typisch sind dabei schrittweise steigende Forderungen, die unter Verweis auf angebliche technische Fehler, falsch ausgeführte Aufgaben oder vorgetäuschte Kontensperrungen begründet werden. Gefordert werden häufig Zahlungen in Kryptowährung, da diese – insbesondere bei Transfers über ausländische Börsen und Wallets – schwerer zurückzuverfolgen und rückgängig zu machen sind.

Die Polizei rät, bei Jobangeboten über soziale Netzwerke besondere Vorsicht walten zu lassen. Warnsignale sind unter anderem vorab geforderte Zahlungen, die ausschließliche Kommunikation über Messenger-Dienste, fehlende Impressumsangaben und die Aufforderung, Gelder weiterzuleiten oder Konten bereitzustellen. Im Verdachtsfall sollten Betroffene keine weiteren Transaktionen vornehmen, sämtliche Kommunikationsverläufe sichern und umgehend Anzeige erstatten.

Der nun bekannt gewordene Vorgang aus Rieden unterstreicht die anhaltende Relevanz solcher Delikte auch in Bayern. Ob und inwieweit Parallelen zu anderen Fällen bestehen, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei bittet mögliche weitere Geschädigte, sich zu melden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk