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Nepal holt Hilfe für Tunnelrettungen – Auswärtiges Amt meldet deutsche Vermisste

Nach der Sturzflut im Himalaya sind erste internationale Spezialteams in Nepal eingetroffen. Das Auswärtige Amt bestätigt Vermisstenfälle unter Deutschen und steht mit Kathmandu in Kontakt.

Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya sind in Nepal erste internationale Spezialkräfte für komplizierte Einsätze an Wasserkraftwerken eingetroffen. Nach Regierungsangaben erreichte am 29. August eine elfköpfige Rettungsmannschaft aus Indien das Katastrophengebiet, um verschüttete Zugänge zu Tunneln zu sichern und nach vermissten Arbeitern zu suchen. Weitere spezialisierte Teams aus Nachbarstaaten werden von den Behörden koordiniert; zusätzliche Unterstützung aus China wird erwartet.

Die Regierung in Kathmandu bat das Ausland offiziell um technische Hilfe für drei Schwerpunkte: die sichere Tunnelbergung, die Suche nach Vermissten mit spezieller Ortungstechnik sowie die Identifikation und Obduktion von Todesopfern. Hintergrund sind schwere Schäden an Infrastruktur in engen Hochtälern, in denen mehrere Wasserkraftwerke liegen. Teile der Anlagen sind nur über unterirdische Zugänge erreichbar, während Zufahrtswege durch Erdrutsche und Unterspülungen blockiert bleiben.

Die Lage bleibt volatil. Einsatzkräfte melden unzugängliche Hänge, nachrutschenden Schlamm und ein erhöhtes Risiko weiterer Abrutsche. Behörden warnen zudem vor einem neu entstandenen Stausee, der bei einem Dammbruch zusätzliche Fluten auslösen könnte. Offizielle Stellen berichten von Hunderten Toten; die Zahl der Vermissten ist hoch und wird fortlaufend aktualisiert.

Das Auswärtige Amt bestätigte am 28. August, dass mehrere deutsche Staatsangehörige vermisst werden. Die Botschaft steht demnach mit den nepalesischen Behörden in Verbindung, um Betroffene zu identifizieren, Angehörige zu unterstützen und konsularische Hilfe zu leisten. Eigene deutsche Rettungsteams wurden bislang nicht entsandt. Nepal hatte um koordinierte und gezielte technische Hilfe gebeten, um Doppelstrukturen zu vermeiden und die Sicherheit an besonders gefährdeten Einsatzorten zu erhöhen.

Die Sturzflut hatte sich am 26. August an der Grenze zwischen Nepal und der von China kontrollierten Autonomen Region Tibet ereignet. Infolge extremer Niederschläge stürzten Hänge in mehreren Hochtälern ab, Flüsse traten abrupt über die Ufer. Die Arbeiten dürften sich nach Einschätzung der Einsatzleitungen über Wochen ziehen. Tempo und Erfolg hängen von Wetterfenstern, der Stabilisierung von Hängen und der Wiederherstellung sicherer Zugänge zu Tunneln und Staubauwerken ab. Vorhersagen über einen raschen Rückgang der Gefahrenlage gelten als unsicher; vorrangig bleibt die Rettung und Bergung in den betroffenen Anlagen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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