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Neustrelitz sucht neues Grundstück für Tiny-Häuser

Nach dem Aus für den Standort am Domjüchsee will die Stadt gemeinsam mit Initiativen Alternativflächen für eine Tiny-House-Siedlung prüfen.

Die Stadt Neustrelitz sucht nach dem Aus für den geplanten Standort am Domjüchsee ein neues Grundstück für eine Tiny-House-Siedlung. Die Stadtverwaltung bestätigte, dass sie die Flächensuche gemeinsam mit den Initiatorinnen und Initiatoren fortsetzt. Ein Zeitplan für eine Entscheidung wurde nicht genannt (Stand: 11. September 2026).

Das Vorhaben wird von dem Verein ZukunftWagen und weiteren lokalen Akteuren getragen. Sie hatten auf Teilen des Areals der früheren Heil- und Pflegeanstalt Domjüch eine Siedlung mit Tiny-Häusern angestrebt. Der dazugehörige Bebauungsplan war 2025 in der Stadtvertretung thematisiert worden. Nach übereinstimmenden lokalen Medienberichten gilt der Standort am Domjüchsee inzwischen als gescheitert; die Stadt spricht von laufenden Gesprächen über Alternativen. Gründe für das Aus am See wurden von den Beteiligten nicht im Detail veröffentlicht; verwiesen wird auf offene Prüffragen und naturschutzrechtliche Anforderungen.

Für einen neuen Standort sind aus Sicht der Verwaltung mehrere Schritte nötig. Dazu zählen die Klärung der planungsrechtlichen Voraussetzungen über einen Bebauungsplan, Gutachten zu Boden, Artenschutz und Erschließung sowie die Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden. Die Stadtverwaltung betont, dass Eignung, Verfügbarkeit und Anschluss an bestehende Infrastruktur zentrale Kriterien der Flächensuche sind. Dazu gehören Wasser- und Abwassernetze, verkehrliche Anbindung und Fragen des Lärmschutzes.

In den kommunalen Gremien dürfte das Thema erneut beraten werden. Formelle Beschlüsse zu einem Ersatzstandort liegen bislang nicht vor. Die Stadtvertretung hatte das Projekt bereits in der Vergangenheit öffentlich behandelt; die weiteren Schritte hängen von den Ergebnissen der Prüfungen und den politischen Mehrheiten ab. Die Verwaltung kündigte an, die Öffentlichkeit über Zwischenergebnisse der Suche und anstehende Beschlüsse zu informieren.

Befürworterinnen und Befürworter verknüpfen mit dem Projekt die Erwartung, zusätzliche kleinteilige Wohnangebote zu schaffen und brachliegende Flächen zu aktivieren. Kritisch diskutiert werden jedoch die Folgekosten der Erschließung, die dauerhafte Verfügbarkeit geeigneter kommunaler oder privater Flächen sowie mögliche Nutzungskonflikte mit Natur- und Denkmalschutz. Unabhängig vom konkreten Standort bleibt der Aufwand für die planungsrechtliche Absicherung hoch: Ohne belastbare Gutachten und abgestimmte Erschließung ist ein Satzungsbeschluss für einen Bebauungsplan nicht realistisch.

Konkrete Alternativflächen nannte die Stadt zunächst nicht. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen Hinweise aus der Bürgerschaft und aus den Initiativen in die Suche einfließen. Bis eine Entscheidung fällt, bleibt offen, ob und wo die Tiny-Häuser in Neustrelitz realisiert werden können.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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