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Niedersachsens Migrationsbeauftragter Deniz Kurku tritt nach Morddrohungen zurück

Deniz Kurku hat sein Ehrenamt als Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe in Niedersachsen mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Er begründet den Schritt mit massiven Anfeindungen, Morddrohungen und Falschbehauptungen im Umfeld der Gewalttat von Stade.

Deniz Kurku (SPD) hat sein Ehrenamt als Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe in Niedersachsen mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Niedersächsische Staatskanzlei bestätigte den Rücktritt am 4. September 2026 und nannte als Gründe massive Anfeindungen, Morddrohungen sowie die Verbreitung von Falschbehauptungen, die im Zuge der öffentlichen Debatte nach der Gewalttat von Stade aufgekommen seien.

Kurku hatte das Ehrenamt seit November 2022 inne. Nach Angaben der Staatskanzlei werden die Aufgaben des Amtes bis auf Weiteres über das Verbindungsbüro der Staatskanzlei fortgeführt. Das Amt solle gegen Einschüchterungen geschützt werden, um seine Funktion für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erfüllen zu können. Konkrete Drohungen seien dokumentiert, eine Veröffentlichung im Wortlaut erfolgte nicht.

Politisch hat der Rücktritt sofortige Reaktionen ausgelöst. Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung verurteilten die Morddrohungen und bekräftigten die Unterstützung für die Arbeit des Amtes. Oppositionsparteien verlangten zugleich eine umfassende Aufklärung offener Fragen rund um den Fall in Stade und die nachfolgenden Debatten. Die AfD-Landtagsfraktion bewertete den Schritt als „notwendig und überfällig“ und forderte weitergehende Untersuchungen; es handelt sich dabei um eine parteipolitische Bewertung.

Zu den Hintergründen heißt es übereinstimmend aus amtlichen und redaktionellen Berichten, dass in Soziale Medien und Teilen der politischen Auseinandersetzung Behauptungen über Verbindungen zwischen Kurku und Personen aus dem Umfeld der Gewalttat von Stade verbreitet worden seien. Öffentlich zugängliche, behördlich bestätigte Feststellungen, die eine persönliche Verstrickung Kurkus belegen, liegen derzeit nicht vor. Parallel befasste sich der Innenausschuss des niedersächsischen Landtags am 4. September 2026 mit Aspekten des Falles und der behördlichen Aufarbeitung.

Administrativ bleibt das Amt vorerst unbesetzt; laufende Anliegen sollen den Angaben zufolge ohne Unterbrechung bearbeitet werden. Politisch verschärft der Vorgang die Debatte über den Schutz von Amtsträgerinnen und Amtsträgern, über Desinformation und über die Verwundbarkeit ehrenamtlicher Mandate. Hinweise auf straf- oder disziplinarrechtliche Schritte gegen Kurku wurden bis zum Zeitpunkt der Mitteilung nicht genannt. Weitere Entscheidungen über die künftige Besetzung des Ehrenamts stehen aus.

Im Zentrum des aktuellen Anlasses steht damit der Rückzug eines Landesbeauftragten infolge dokumentierter Bedrohungen. Die nachfolgende Klärung politischer und rechtlicher Fragen – einschließlich der Bewertung einzelner Vorwürfe – bleibt Aufgabe der zuständigen Stellen und der parlamentarischen Kontrolle.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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