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Offenburg: Warteliste für Jugendbesuche in Seniorenheimen wächst

In Offenburg ist das Interesse am Projekt Young meets Old so groß, dass Jugendliche auf eine Warteliste gesetzt werden; der SWR berichtete am 18. und 19. September 2026.

In Offenburg übersteigt die Nachfrage nach dem Generationenprojekt Young meets Old derzeit das Angebot. Nach Berichten des SWR vom 18. und 19. September 2026 melden sich so viele 14- bis 18-Jährige, dass Interessierte zunächst auf eine Warteliste gesetzt werden müssen. Träger des Projekts sind das Paul-Gerhardt-Werk e. V. und der Rotary Club Ortenau-Liberty; die Zusammenarbeit wurde Anfang Juli 2026 formalisiert.

Das Angebot sieht regelmäßige Besuche Jugendlicher in stationären Alten- und Pflegeeinrichtungen vor. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten wie Gespräche, Spiele oder Spaziergänge. Den Angaben zufolge erhalten die Jugendlichen eine Aufwandsentschädigung. Der Nutzen wird von den Beteiligten zweigleisig beschrieben: Für Bewohnerinnen und Bewohner in Seniorenheimen bedeuten die Kontakte zusätzliche Ansprache und Abwechslung, während die Jugendlichen Einblicke in Lebensgeschichten und Pflegealltag gewinnen. Konkrete Zahlen zu Teilnehmenden oder zur Länge der Warteliste wurden in den Berichten nicht genannt.

Initiiert wurde Young meets Old vom Rotary Club Ortenau-Liberty, organisatorische Strukturen und Einrichtungen bringt das Paul-Gerhardt-Werk ein. In lokalen Publikationen, unter anderem im Stadtanzeiger Ortenau, wird auf wachsenden Zuspruch in der Bevölkerung hingewiesen. Demnach soll das Angebot an mehreren Standorten in der Region ausgebaut werden, sofern weitere Ressourcen für Koordination und Begleitung bereitgestellt werden können.

Begegnungsprojekte wie Young meets Old schaffen kurzfristig zusätzliche soziale Kontakte und können Vereinsamung lindern. Sie ersetzen jedoch keine professionelle Pflege. Fachlich qualifizierte Betreuung bleibt Aufgabe des Personals in den Einrichtungen. Die Offenburg-Initiative ist daher als Ergänzung angelegt. Aus der hohen Nachfrage ergeben sich praktische Anforderungen: Freiwillige müssen geschult, Einsätze koordiniert und Zuständigkeiten für Begleitung, Datenschutz und Haftungsfragen klar geregelt werden. Nur so lassen sich verlässliche und für beide Seiten sichere Besuchsbeziehungen etablieren.

Für die Träger bedeutet der Zulauf zugleich Rückenwind und Handlungsdruck. Eine Warteliste signalisiert Attraktivität bei Jugendlichen, erfordert aber eine Ausweitung von Kapazitäten in der Freiwilligenbetreuung. Perspektivisch dürften die Beteiligten zusätzliche Partner und Finanzierungsmöglichkeiten prüfen, um das Angebot planbar zu erweitern. Der aktuelle Berichtsanlass ist die vom SWR dokumentierte Warteliste in Offenburg; Angaben zu Umfang und Zeitplan des Ausbaus bleiben vorerst offen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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