Die Polizeiinspektion Erding hat die groß angelegten Suchmaßnahmen nach einer mutmaßlichen Raubkatze im Notzingermoos südlich des Flughafen München am 22. Oktober 2026 vorerst beendet. Es liegen weiterhin keine verifizierbaren Spuren eines Pumas vor. Die Ermittler betonten, es handle sich nicht um eine Entwarnung; bei neuen belastbaren Hinweisen werde die Suche umgehend wieder aufgenommen.
Auslöser war eine Wärmebildaufnahme, die ein Jäger Anfang Oktober anfertigte. Darauf wurde eine mögliche Großkatze vermutet. Seit dem 8. Oktober suchten Einsatzkräfte zu Boden und aus der Luft, unterstützt von Hubschrauber und Drohnen mit Wärmebildkamera sowie Diensthunden und der Reiterstaffel. Hinweisen aus der Bevölkerung – knapp 40 wurden geprüft – gingen die Beamten nach und werteten zahlreiche Wildkameras aus. Konkrete Spuren wie eindeutige Fährten, Haare oder Wildrisse ließen sich jedoch nicht nachweisen. Bild- und forensische Auswertungen laufen weiter.
Fachleute und Behörden sehen in den vorliegenden Aufnahmen keinen belastbaren Nachweis eines Pumas. Als alternative Erklärungen kommen Wildtiere wie Rehe, größere Hauskatzen oder Fehlinterpretationen thermischer Bilder infrage. Nach Angaben der zuständigen Stellen sind im Großraum München keine legalen Haltungen von Pumas gemeldet. Damit bliebe die Herkunft eines freilaufenden Tieres unklar – sollte es existieren.
Die Polizei begründet die Einstellung der aktiven Suche mit der fehlenden neuen Spurenlage und der bislang ergebnislosen Kontrolle des betroffenen Gebiets. Die Kräfte würden sich auf die Auswertung des vorhandenen Materials konzentrieren und bei neuen, überprüfbaren Meldungen sofort reagieren.
Für Anwohnerinnen und Anwohner gilt weiterhin: Haustiere nach Möglichkeit nicht unbeaufsichtigt im Freien lassen und verdächtige Sichtungen umgehend der Polizei melden. Behörden weisen zugleich darauf hin, dass bestätigte Nachweise exotischer Großkatzen in Deutschland selten und in der Regel gut dokumentiert sind. Unklare Hinweise, insbesondere aus Wärmebildquellen, bedürfen einer sorgfältigen fachlichen Prüfung.
Das betroffene Gebiet im Landkreis Erding ist ein weitläufiges Moor- und Wiesenareal. Die Aufnahmen und Sichtungsmeldungen konzentrierten sich auf das Notzingermoos, das an die südlichen Zufahrten des Flughafen München grenzt. Eine Gefährdungslage für die Bevölkerung konnte bislang nicht belegt werden; eine abschließende Bewertung hängt von den noch laufenden Analysen ab.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).