Nach einem Vorfall an der 128. Oberschule im Dresdner Stadtteil Strehlen ermittelt die Polizeidirektion Dresden wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Am 14. September 2026 wurden nach Angaben der Feuerwehr Dresden zahlreiche Personen mit Husten, Schwindel, Kopfschmerzen und Reizungen der Atemwege registriert. 22 Betroffene kamen in Krankenhäuser, drei von ihnen wurden stationär aufgenommen. Insgesamt wurden rund 440 Menschen aus dem Schulgebäude am Rudolf‑Bergander‑Ring in Sicherheit gebracht und medizinisch gesichtet.
Die Feuerwehr wurde um 11:27 Uhr alarmiert und löste wegen der hohen Zahl an Betroffenen das Einsatzstichwort Massenanfall von Verletzten aus. Etwa 140 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr, Stadtteilfeuerwehren und dem Rettungsdienst waren vor Ort. 101 Personen meldeten Symptome; 79 konnten nach ambulanter Behandlung an der Einsatzstelle verbleiben. Während der Maßnahmen kam es zu Verkehrsbehinderungen im Umfeld der Schule, insbesondere in der Reicker Straße und der Hans‑Jüchser‑Straße.
Messungen der Feuerwehr vor Ort ergaben zunächst keinen Hinweis auf die Art oder Konzentration eines möglichen Reizstoffes. Die Polizei prüft, ob Reizgas oder ein anderer reizender Stoff freigesetzt wurde. Ein strafrechtlich relevantes Geschehen wird nach Angaben der Ermittler in Betracht gezogen. Konkrete Erkenntnisse zu Täterschaft oder Motiv liegen bislang nicht vor.
Die Einsatzkräfte evakuierten das Gebäude vollständig und richteten eine strukturierte Patientenablage ein, um Betroffene rasch zu sichten und zu verteilen. Der Rettungsdienst koordinierte die Transporte in umliegende Kliniken. Feuerwehr und Polizei dokumentierten die Lage, um die Auswertung für die weiteren Ermittlungen sicherzustellen.
Für den Schulbetrieb hat der Vorfall unmittelbare Folgen. Nach Behördenangaben wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen der Unterricht fortgesetzt werden kann. Grundlage sind die laufenden Ermittlungen, technische Prüfungen im Gebäude und gegebenenfalls Laboranalysen von Proben. Aussagen von Zeuginnen und Zeugen sowie Videoauswertungen sollen helfen, Ursache, Ablauf und einen möglichen Tatzeitpunkt einzugrenzen.
Die Behörden betonen, dass der Schutz der Schülerinnen und Schüler und die Aufklärung der Ursache Vorrang haben. Bis zum Abschluss der Untersuchungen geben Feuerwehr Dresden und Polizeidirektion Dresden in regelmäßigen Abständen Auskunft zum Stand der Erkenntnisse. Eine Gefährdung der Bevölkerung außerhalb des Schulareals wurde von der Feuerwehr nicht festgestellt.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).