Nach einem Drohnenüberflug über eine Pferdekoppel in Malente–Sieversdorf ist ein 23 Jahre altes Pferd gestorben. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizeidirektion Lübeck am 14. Oktober 2026 auf einer Weide in der Gemeinde Malente im Kreis Ostholstein. Demnach flog eine bislang unbekannte schwarze Drohne wiederholt in geringer Höhe über die Koppel und versetzte mehrere Tiere in Unruhe. Das Pferd geriet in Panik, stürzte und verstarb auf der Weide.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeuginnen und Zeugen um Hinweise. Gesucht werden insbesondere Angaben zur Drohne, zum möglichen Piloten sowie zu auffälligen Personen oder Fahrzeugen im Bereich der Straße Langfahrtsredder in Sieversdorf. Geprüft werden unter anderem der Verdacht der Sachbeschädigung und mögliche Verstöße gegen die Luftverkehrs-Ordnung. Auch tierschutzrechtliche Aspekte stehen nach Angaben der Ermittler im Raum. Konkrete veterinärmedizinische Befunde zur Todesursache liegen öffentlich bislang nicht vor; ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Drohnenflug gilt aus Sicht der Polizei aufgrund der geschilderten Abläufe als naheliegend, ist aber forensisch nicht abschließend belegt.
Der Landesbauernverband Schleswig-Holstein reagierte mit dem Appell, Drohnenflüge über Weiden und landwirtschaftlich genutzten Flächen nur mit besonderer Vorsicht durchzuführen. Piloten sollten vorab den Kontakt zu Bewirtschaftern oder Tierhaltern suchen und ausreichend Abstand sowie eine sichere Flughöhe einhalten. Der Verband verweist zudem auf die rechtlichen Vorgaben für unbemannte Fluggeräte. Nach geltendem Recht sind Flüge in der Nähe von Menschen und Tieren einzuordnen und können, je nach Situation, genehmigungspflichtig oder untersagt sein; Verstöße haben ordnungs- oder strafrechtliche Folgen.
Regionalmedien stellen den Vorfall in einen größeren Kontext wiederholter Störungen durch niedrig fliegende Drohnen in der Nähe von Nutztieren. Besonders Pferde gelten als fluchtsensible Tiere, die auf plötzliche Reize stark reagieren können. Für Tierhalter stellt sich neben der Gefahrenabwehr die Frage nach Haftung und Durchsetzung der Regeln vor Ort. Die Ermittlungen in Malente richten sich derzeit auf die Identifizierung des Drohnenpiloten und die Klärung des genauen Hergangs. Fest steht Datum, Ort und das Alter des Tieres; offen bleiben Motivation, Verantwortlichkeit und die abschließende medizinische Bewertung.
Hinweise zum Geschehen am 14. Oktober im Bereich Langfahrtsredder in Sieversdorf nimmt die Polizei entgegen. Wer Beobachtungen zu der Drohne oder zu beteiligten Personen gemacht hat, wird gebeten, sich bei den Ermittlern zu melden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).