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Polizei warnt vor Betrügern als Bankmitarbeiter: Karten und Bargeld nicht herausgeben

Mehrere Polizeibehörden in Deutschland warnen am 30. Oktober 2026 vor Anrufen falscher Bankmitarbeiter, die anschließend vor Ort Bankkarten und Bargeld abholen wollen.

Mehrere Polizeibehörden in Deutschland warnen am 30. Oktober 2026 vor einer akut vermehrt auftretenden Betrugsmasche: Anrufende geben sich als Bankmitarbeiter oder als IT-Beschäftigte der Hausbank aus, behaupten Unregelmäßigkeiten auf dem Konto und kündigen an, eine Person werde zur „Überprüfung“ vorbeikommen. Vor der Haustür verlangen die Abholer die Herausgabe der Bankkarte und häufig auch von Bargeld. Aus mehreren Bundesländern werden Vermögensschäden gemeldet.

Die Warnungen stützen sich auf aktuelle Fälle unter anderem aus Niedersachsen, Bayern und Brandenburg. In einzelnen Verfahren kam es laut Polizei zu Festnahmen, in anderen dauern Fahndungen an. Die Kriminalpolizei betont, echte Bankmitarbeiter fordern niemals unaufgefordert die Übergabe von Bankkarte, persönlicher Geheimzahl (PIN) oder Bargeld und holen solche Gegenstände nicht an der Wohnungstür ab. Auch technische Vorwände wie angebliche Sicherheitsupdates oder „Sperrungen“ durch die Bank dienen den Tätern allein dazu, Druck aufzubauen.

Medienberichte, etwa von NDR und Tagesschau, ordnen die Masche als bekannte, aber derzeit wieder verstärkt genutzte Vorgehensweise ein. Ermittler sehen Hinweise auf arbeitsteilige Gruppen: Callcenter werben das Vertrauen am Telefon ein, Kuriere oder „Abholer“ erscheinen kurz darauf an der Adresse der Opfer. Zielgruppe sind oft ältere Menschen; betroffen sind jedoch alle Altersgruppen. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg und weitere Staatsanwaltschaften begleiten laufende Ermittlungen zu ähnlich gelagerten Fällen.

Die Polizei rät zu klaren Schutzmaßnahmen: Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort und rufen Sie ausschließlich über die offiziell bekannte Telefonnummer Ihrer Bank zurück. Öffnen Sie Unbekannten nicht die Tür und übergeben Sie niemals Bankkarte, PIN oder Bargeld. Lassen Sie sich am Telefon zu keiner Fernwartung überredet und geben Sie keine Codes weiter, die per SMS oder App ankommen. Im Zweifel wählen Sie den Notruf 110. Wer bereits betroffen ist, sollte umgehend seine Bank informieren, Karten sperren lassen und Strafanzeige erstatten. Angehörige und Nachbarschaften werden gebeten, besonders mit älteren Menschen über die Masche zu sprechen.

Die Behörden verweisen darauf, dass die Täter häufig Rufnummern fälschen und so scheinbar echte Bank- oder Polizeinummern anzeigen. Misstrauen ist deshalb auch bei vertraut wirkenden Telefonnummern geboten. Polizeidienststellen bieten Präventionsveranstaltungen und Informationsmaterial an; Hinweise zu Tatverdächtigen, Fahrzeugen oder möglichen Abholzeiten können die Ermittlungen unterstützen. Konkrete Schadenssummen nennen die Behörden fallbezogen; zu laufenden Verfahren machen sie aus ermittlungstaktischen Gründen nur begrenzte Angaben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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