Am 5. September 2026 hat die Rechtsextremismus-Expertin Heike Kleffner öffentlich darauf hingewiesen, dass zahlreiche demokratische Initiativen in Sachsen-Anhalt befürchten, nach der Landtagswahl am 6. September 2026 „allein gelassen“ zu werden. Kleffner betonte, die Sorge beruhe nicht nur auf allgemeiner Verunsicherung, sondern auf konkret vorgetragenen politischen Plänen und Formulierungen, mit denen Teile der AfD gesellschaftliche Ausstattung und Förderstrukturen für Demokratiearbeit in Frage stellten. ([tagesspiegel.de](https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/expertin-uber-demokratische-initiativen-in-sachsen-anhalt-sie-haben-angst-dass-wir-sie-nach-sonntag-allein-lassen-16012420.html?utm_source=openai))
Hintergrund sind programmatische Aussagen und Wahlforderungen, die in Debatten um Bildungs‑ und Kulturförderung, die Landeszentrale für politische Bildung und die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Projekte wiederholt zur Disposition gestellt wurden. Beobachterinnen und Beobachter verweisen darauf, dass politische Anträge und Redebeiträge einzelner AfD-Vertreter in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Monaten mit Forderungen nach grundlegenden Strukturänderungen verbunden waren, die die Arbeit lokaler Initiativen erschweren könnten. Diese Einschätzung findet sich auch in Berichten von Recherche‑ und Antirassismusorganisationen. ([deutschlandfunk.de](https://www.deutschlandfunk.de/afd-strebt-alleinregierung-an-100.html?utm_source=openai))
Kleffner nannte als einen Effekt die latent erhöhte Vorsicht bei Engagierten: Viele Ehrenamtliche und Projektträger überlegten, wie dauerhaft Förderzusagen und Schutzräume für Minderheiten, schulische Inklusion und Erinnerungsarbeit im Falle einer anderen Landesregierung seien. Zugleich rief sie dazu auf, die parlamentarische und außerparlamentarische Förderung demokratischer Kultur nicht allein auf den Wahlkampf zu reduzieren, sondern als langfristige Aufgabe von Verwaltungen, Parteien und Stiftungen zu begreifen. ([tagesspiegel.de](https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/expertin-uber-demokratische-initiativen-in-sachsen-anhalt-sie-haben-angst-dass-wir-sie-nach-sonntag-allein-lassen-16012420.html?utm_source=openai))
Relevante staatliche Veröffentlichungen und Analysen legen nahe, dass Forderungen nach einer Schwächung staatlicher Demokratieförderung nicht nur Rhetorik bleiben könnten: Der Verfassungsschutzbericht und einschlägige Szenario‑Analysen dokumentieren seit 2025 ein verstärktes Auftreten rechtsextremer Mobilisierungsversuche in Teilen Ostdeutschlands und nennen konkrete Risiken für zivilgesellschaftliche Akteure. Vor diesem Hintergrund fordern Expertinnen, Verbände und Vertreterinnen der Kommunen sichere und verlässliche Programme für Bildungs‑ und Erinnerungsarbeit, die von kurzfristigen politischen Mehrheiten unabhängig sind. ([mi.sachsen-anhalt.de](https://mi.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MI/MI/3._Themen/Verfassungsschutz/Referat_44/VSB_2025_gesamtfassung_Presse.pdf?utm_source=openai))
Faktisch trennt sich die Lagefrage (Wahlentscheidung, mögliche Regierungsbildung) von der Schutzfrage (rechtliche und institutionelle Absicherung zivilgesellschaftlicher Arbeit). Kleffner und weitere Beobachterinnen betonen: Solange Förderstrukturen und rechtlicher Rahmen öffentlich und verlässlich diskutiert werden, bleibt die Chance bestehen, demokratische Initiativen auch nach dem Wahltermin am 6. September 2026 nicht allein zu lassen. ([tagesspiegel.de](https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/expertin-uber-demokratische-initiativen-in-sachsen-anhalt-sie-haben-angst-dass-wir-sie-nach-sonntag-allein-lassen-16012420.html?utm_source=openai))
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).