Viele Restaurants in Schleswig-Holstein haben die Sommersaison 2026 als positiv bewertet. Das berichtete NDR Schleswig-Holstein unter Verweis auf eine verbandsinterne Befragung des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga Schleswig-Holstein. Demnach stuften rund zwei Drittel der rund 100 teilnehmenden Betriebe die Saison als zufriedenstellend ein. Als wesentliche Gründe nannten sie eine höhere Ausgabebereitschaft der Gäste und eine gute Auslastung in Tourismusorten.
Der Landesverbandspräsident Lutz Frank erklärte, bei vielen Menschen sitze das Geld wieder lockerer. Gäste bestellten häufiger ein Dessert oder ein weiteres Getränk. Dabei handelt es sich um Einschätzungen des Verbands und seiner Mitglieder; belastbare Kassendaten einzelner Unternehmen veröffentlichte der Verband nicht.
Das Stimmungsbild reiht sich in Beobachtungen ein, die aus Gesprächen zwischen Dehoga Schleswig-Holstein und der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein bekannt sind. Dort berichteten Gastronomen von lebhafter Nachfrage in Ferienregionen, während städtische Lagen teils vorsichtiger liefen. Die Lage blieb damit regional unterschiedlich, insgesamt aber besser als im Vorjahr eingeschätzt.
Amtliche Statistiken, etwa vom Statistischen Bundesamt, erfassen die Entwicklung des Gastgewerbes breiter und preisbereinigt. Solche Daten zeigen regelmäßig, dass nominale Zuwächse und reale Veränderungen auseinanderfallen können. Die aktuelle Dehoga-Befragung ist daher als Momentaufnahme der Stimmung in Betrieben zu werten, nicht als flächendeckender Nachweis steigender Erträge.
Für die Branche in Schleswig-Holstein ergeben sich daraus gemischte Folgerungen. Kurzfristig stabilisieren volle Terrassen und gut gebuchte Urlaubsorte Umsatz und Beschäftigung. Gleichzeitig nennen viele Betriebe hohe Kosten für Personal, Energie und Waren als Belastung. Der Verband erneuerte vor diesem Hintergrund Forderungen nach Bürokratieentlastung und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung.
Fakten, Zitate und Bewertungen sind zu trennen: Die Angabe, dass rund 66 Prozent der befragten Betriebe zufrieden waren, geht auf die interne Dehoga-Umfrage zurück, über die NDR Schleswig-Holstein berichtete. Die Aussage von Lutz Frank zur Ausgabebereitschaft wird als Verbandswahrnehmung wiedergegeben. Hinweise zu statistischen Einordnungen beziehen sich auf regulär veröffentlichte Reihen des Statistischen Bundesamts zum Gastgewerbe. Konkrete Monatswerte für Schleswig-Holstein lagen in der Verbandsmeldung nicht zugrunde und werden hier nicht behauptet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).