Kurzmeldung
Der Anlass sind die Vorbereitungen auf die Grippesaison 2026/2027: Das Robert Koch‑Institut (RKI) und bundesweite Gesundheitsbehörden raten, die jährliche Influenza‑Impfung rechtzeitig im Herbst durchführen zu lassen. Als Zielzeitraum für einen vollständigen Impfschutz nennt das RKI Oktober bis Mitte Dezember, damit die Immunantwort vor Beginn typischer Wellen aufgebaut ist.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für die Saison 2025/2026 und bestätigt auch für die kommenden Saisons eine gezielte Schutzstrategie für ältere Menschen: Personen ab 60 Jahren sollen, sofern verfügbar, einen Hochdosis‑Impfstoff oder einen MF‑59‑adjuvantierten Impfstoff erhalten, um das Risiko schwerer Verläufe zu reduzieren. Diese Indikationsempfehlung wurde in die Schutzimpfungs‑Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G‑BA) überführt; die Richtlinie regelt damit unter anderem Anspruch und Versorgungsmodalitäten.
Das Bundesgesundheitsministerium weist ergänzend auf praktische Hinweise hin: Impfwillige sollten Impfpass und Krankenversichertenkarte mitbringen und lokale Impfangebote frühzeitig nutzen. Zur Unterstützung der Impfbereitschaft sind Informations‑ und Beratungsangebote geplant; eine bundesweite Impf‑Aktionswoche soll im November 2026 die Sichtbarkeit der Angebote erhöhen. Die konkrete Auswahl der Impfstoffe orientiert sich an der jährlich von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Antigenzusammenstellung und an epidemiologischen Beobachtungen zur Viruszirkulation.
Für Menschen mit erhöhtem Risiko — etwa ältere Personen, chronisch Kranke, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie Beschäftigte im Gesundheitswesen — gilt die Empfehlung besonders nachdrücklich. Auch bei Lieferengpässen enthält die Schutzimpfungs‑Richtlinie Regeln zur Priorisierung und zum Ersatz durch verfügbarere Vakzine. Insgesamt betonen die Behörden, dass eine höhere Impfquote zur Verringerung von schweren Verläufen und zur Entlastung der Krankenhäuser im Winter beitragen kann. Die Aussagen in diesem Text stützen sich auf aktuelle Veröffentlichungen von RKI, STIKO, G‑BA und dem Bundesgesundheitsministerium.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).