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Sachsen drohen Zugkürzungen wegen gestiegener Trassenpreise – Kraushaar fordert Bundeshilfe

Verkehrsverbünde in Ost- und Mittelsachsen melden Millionen-Mehrkosten durch höhere Trassenentgelte und kündigen Fahrplanreduktionen zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026 an. Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar fordert den Bund auf, die Aufgabenträger finanziell zu entlasten.

Infolge deutlich gestiegener Trassenentgelte haben die regionalen Verkehrsverbünde in Sachsen angekündigt, ihr Angebot zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026 einzudünnen. Betroffen sind insbesondere der Verkehrsverbund Oberelbe und der Verkehrsverbund Mittelsachsen; beide Verbünde beziffern zusätzliche Belastungen in diesem Jahr in zweistelliger Millionenhöhe und sehen ohne staatliche Unterstützung Kürzungen im Regionalverkehr als unausweichlich an.\n\nSachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar hat auf diese Lage reagiert und am 6. Oktober 2026 in einer öffentlichen Stellungnahme Hilfen vom Bund gefordert.

Kraushaar machte deutlich, dass die Kostenlast nicht allein von den Aufgabenträgern oder den Fahrgästen getragen werden dürfe; sie kündigte an, das Thema in anstehenden Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium anzusprechen.\n\nAuslöser der Mehrkosten sind neue Berechnungen der Trassenentgelte, die nach einer gerichtlichen Entscheidung auf europäischer Ebene neu festgelegt wurden und für das Jahr 2026 zu höheren Abrechnungen zwischen den Eisenbahnverkehrsunternehmen und der DB InfraGO geführt haben. Die Bundesnetzagentur hat die Neufestlegung der Trassenentgelte kommuniziert und damit die Grundlage für die nun berichteten Nachforderungen gelegt. In Sachsen meldet der Verkehrsverbund Oberelbe Mehrkosten von rund 8,8 Millionen Euro für 2026, der Verkehrsverbund Mittelsachsen spricht von etwa 5,3 Millionen Euro.\n\nDie Verbünde warnen, dass die Belastungen unmittelbar das Angebot beeinträchtigen: Linienverdichtungen und Streichungen kleinerer Fahrten würden die Folge sein, wenn nicht zeitnah Ausgleichszahlungen erfolgen oder die Trassenpreisentwicklung auf Bundesebene angepasst wird.

Vertreterinnen und Vertreter der Verbünde betonten, sie wollten das Angebot ausbauen, sehen sich hierfür aber durch die gestiegenen Kosten blockiert.\n\nPolitische Reaktionen reichen von der Forderung nach sofortiger finanzieller Kompensation durch Bund und Land bis zu Forderungen nach einer dauerhaften Reform des Entgeltsystems. Die Verkehrsministerkonferenz hatte bereits zuvor eine vollständige Kompensation der Mehrbelastungen für 2025 und 2026 durch den Bund gefordert.\n\nKonsequenzen wären über die betroffenen Regionen hinaus spürbar: Kürzungen im Nahverkehr würden Verlässlichkeit und Erreichbarkeit insbesondere ländlicher Räume verschlechtern und könnten die Ziele der Verkehrswende gefährden. Kraushaar und die Verbünde fordern jetzt kurzfristige Entscheidungen, damit der Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2026 nicht zu einem massiven Angebotsabbau führt.\n\nFakten, Zuschreibungen und Zahlen in diesem Bericht basieren auf Aussagen der beteiligten Verkehrsverbünde, auf Berichten der Bundesnetzagentur und auf Meldungen regionaler Medien vom 2. bis 6.

Oktober 2026.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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