Aktuell

Sechs Verletzte und hoher Sachschaden nach Brand am Klinikneubau in Parsberg

Bei einem Dachbrand am Rohbau des Klinikneubaus neben dem Bezirkskrankenhauses Parsberg am 2. September 2026 wurden sechs Menschen verletzt; Propangasflaschen auf dem Dach explodierten, der Sachschaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich.

Kurzmeldung

Am Mittwochnachmittag, 2. September 2026, brach auf dem Dach des noch unbewohnten Rohbaus des Klinikneubaus neben dem Bezirkskrankenhaus Parsberg ein Feuer aus. Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Einsatz insgesamt sechs Personen verletzt. Vier Betroffene erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und konnten vor Ort behandelt werden; ein Bauarbeiter wurde mit einer Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus eingeliefert, zusätzlich wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Lebensgefahr bestand nach bisherigem Erkenntnisstand nicht.

Das Feuer erfasste nach Polizeiangaben die etwa 500 Quadratmeter große Dachfläche. Auf dem Dach gelagerte Propangasflaschen gerieten in Brand und explodierten teilweise; Zeugenaussagen berichten von Trümmerteilen, die bis zu 150 Meter weit geschleudert wurden. Wegen der starken Rauchentwicklung gab es eine amtliche Warnmeldung mit dem Hinweis, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Bereich zu meiden.

Die örtlichen Einsatzkräfte konnten den Brand nach intensiven Lösch- und Sicherungsmaßnahmen unter Kontrolle bringen. Im Einsatz waren nach Polizeiangaben 13 Feuerwehren mit mehr als 170 Einsatzkräften aus den Landkreisen Neumarkt und Regensburg sowie Rettungsdienste, Fachberater des Technischen Hilfswerks und ein Polizeihubschrauber. Der Betrieb des angrenzenden Bezirkskrankenhauses blieb nach Angaben des Trägers zunächst ohne Einschränkungen.

Die Polizeiinspektion Parsberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Nach den bisherigen Erkenntnissen soll das Feuer beim Aufbringen von Bitumenschweißbahnen entstanden sein; ob technische Mängel, unsachgemäße Lagerung der Gasflaschen oder Fehler bei den Dacharbeiten ursächlich sind, wird noch geprüft. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf 700.000 bis 800.000 Euro beziffert.

Die medbo und die beteiligten Behörden kündigten an, die Untersuchungsergebnisse auszuwerten und gegebenenfalls Sicherheitsmaßnahmen auf Baustellen zu überprüfen. Die Polizei will nach Abschluss erster Untersuchungen weitere Informationen bekanntgeben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels