Politik

Söder wirbt erneut für Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat am 11. Oktober 2026 öffentlich bekräftigt, Ilse Aigner als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu unterstützen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat am 11. Oktober 2026 erneut für die CSU-Politikerin Ilse Aigner als künftige Bundespräsidentin geworben. Aigner wäre aus Söders Sicht eine „hervorragende Kandidatin“, falls sie sich für die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier bewerbe. Steinmeiers zweite Amtszeit endet regulär im Februar 2027; über die Nachfolge entscheidet die Bundesversammlung.

Söders Vorstoß knüpft an frühere öffentliche Bekundungen an und verleiht der Personaldebatte neuen Schwung. Aigner ist seit 2018 Präsidentin des Bayerischen Landtags und war zuvor Bundeslandwirtschaftsministerin sowie bayerische Wirtschafts- und Bauministerin. Ihr Name kursiert seit Monaten in Medien und Parteikreisen als mögliche Option für die anstehende Bundespräsidentenwahl 2027.

Offen ist, welche Mehrheiten für eine Kandidatur Aigners in der Bundesversammlung erreichbar wären. Das Gremium setzt sich aus den Mitgliedern des Bundestags und einer gleichen Zahl von Delegierten der Länder zusammen. Erfahrungsgemäß braucht es über Koalitions- und Parteigrenzen hinweg abgestimmte Lösungen, insbesondere wenn mehrere Lager eigene Vorschläge präsentieren. Aus anderen Parteien hieß es nach Söders Vorstoß, eine parteiübergreifende und konsensorientierte Suche nach dem Staatsoberhaupt habe Vorrang; verbindliche Festlegungen gab es zunächst nicht.

Eine mögliche Nominierung Aigners würde auch organisatorische Fragen im Freistaat Bayern berühren. Als Präsidentin des Bayerischen Landtags bekleidet sie ein herausgehobenes Amt; im Fall einer Kandidatur oder Wahl wären Abläufe und Nachfolgeregelungen in München zu klären. Unabhängig davon betont die CSU-Führung seit längerem den Anspruch, für das höchste Staatsamt eine Person mit breiter Akzeptanz vorzuschlagen.

Einordnung der Fakten und Zuschreibungen: Belegt sind Söders erneute Unterstützung für Ilse Aigner am 11. Oktober 2026 und die zeitliche Einordnung des Amtsendes von Frank-Walter Steinmeier im Jahr 2027. Nicht feststeht, ob und wann Aigner tatsächlich kandidiert; ebenso offen bleiben mögliche Mehrheiten in der Bundesversammlung. Politische Gespräche zwischen den Parteien gelten in diesem Stadium als wahrscheinlich, ihr Ergebnis ist jedoch ungewiss.

Die nächsten Schritte hängen von formellen Nominierungen und Abstimmungen in den Parteien ab. Erst wenn sich Lager auf Kandidatinnen oder Kandidaten festlegen, zeichnet sich ab, ob ein breiter Konsens möglich ist oder es zu mehreren Wahlgängen kommt.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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