Hamburg

Sozialdemokratische Partei und Grüne wollen Genehmigungsverfahren für Straßenfeste in Hamburg vereinfachen

SPD und Grüne fordern eine Prüfung und Standardisierung von Verfahren für Straßenfeste in Hamburg; Ziel ist weniger Bürokratie bei kleinen Nachbarschaftsfesten bei gleich bleibendem Schutz von Sicherheit und Ordnung.

Kurzmeldung

Die Fraktionen der Sozialdemokratischen Partei und der Grünen in der Hamburgischen Bürgerschaft haben eine Prüfung angekündigt, wie Genehmigungsverfahren für Straßenfeste vereinfacht und besser digitalisiert werden können. Anlass sind wiederkehrende Beschwerden von Initiativen und Veranstaltern über lange Bearbeitungszeiten, hohe Gebühren und uneinheitliche Auflagen in den Bezirken.

Kern des Vorstoßes ist eine systematische Bestandsaufnahme: Die Bürgerschaftsvorlagen und Fraktionsdokumente verlangen, zu klären, welche Verfahrensschritte gebündelt, welche Gebührenstrukturen überprüft und für welche kleineren, risikoarmen Veranstaltungen eine vereinfachte, digitale Antragstrecke eingerichtet werden kann. Dabei betonen die Fraktionen ausdrücklich, dass Sicherheitsanforderungen, Brandschutz und polizeiliche Bewertungen nicht grundsätzlich ausgehebelt werden sollen.

Verantwortlichkeiten bleiben verteilt: Großveranstaltungen und Events mit besonderem Gefährdungspotenzial verbleiben in der Zuständigkeit der jeweiligen Fachbehörden und der Bezirksämter; Umwelt-, Verkehrs- und Polizeibehörden sind weiter in die Bewertung einzubeziehen. In den Vorlagen ist die Senatskanzlei aufgefordert, zusammen mit den betroffenen Ressorts einen Zeitplan und konkret umsetzbare Modelle vorzulegen.

Veranstalter und Nachbarschaftsinitiativen begrüßen die Aussicht auf weniger administrative Hürden; Anwohnervertretungen mahnen hingegen, dass Lärm- und Verkehrsbelastungen nicht vernachlässigt werden dürfen. Verwaltungsvertreter sprechen sich für klare, transparent angewandte Kriterien aus, damit Bezirksämter vereinfachte Verfahren verantworten können, ohne Rechtsunsicherheit zu erzeugen.

Rechtliche Änderungen auf Landesebene seien nur dann nötig, wenn bestehende Vorschriften eine Vereinfachung rechtlich ausschlössen; vorrangig geht es derzeit um Verfahrens- und Digitalisierungsentscheidungen. Die parlamentarischen Unterlagen fordern eine Abwägung zwischen Förderung der Kultur im öffentlichen Raum und dem Schutz der Nachbarschaft. Konkrete Änderungen sind noch nicht beschlossen; die Fraktionen fordern eine zügige Prüfung und Berichterstattung an die Bürgerschaft mit klaren Terminvorgaben.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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