Die Staatsanwaltschaft Hannover hat am 21. Oktober 2026 mitgeteilt, Anklage gegen den niedersächsischen AfD-Landesvorsitzenden Ansgar Schledde erhoben zu haben; das Verfahren betrifft nach Behördenangaben 113 einzelne Zahlungen mit einem Gesamtvolumen von 44.630 Euro. Die Anklage gegen den Landtagsabgeordneten wurde der zuständigen großen Strafkammer beim Landgericht Hannover vorgelegt; diese muss nun über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/anklage-gegen-niedersachsens-afd-landeschef-schledde-erhoben%2Cschledde-110.html?utm_source=openai))
Demnach wirft die Staatsanwaltschaft Schledde Verstöße gegen das Parteiengesetz vor: Er soll als Vorsitzender des Kreisverbands Ems‑Vechte in der Zeit von Dezember 2020 bis Anfang Juli 2022 wiederholt Spenden vereinnahmt und diese nicht unverzüglich an das für Finanzangelegenheiten satzungsgemäß zuständige Vorstandsmitglied weitergeleitet haben. In einem weiteren Fall werde ihm vorgeworfen, im Rechenschaftsbericht der Bundes‑AfD gegenüber der Präsidentin des Deutschen Bundestags unrichtige Angaben zur Höhe vereinnahmter Spenden des Landesverbands gemacht zu haben. ([focus.de](https://www.focus.de/politik/deutschland/anklage-gegen-niedersachsens-afd-chef-erhoben_db74ba27-82f3-4c1e-ad48-d766351e8991.html?utm_source=openai))
Laut Berichten war die Anklageerhebung formal bereits Anfang Oktober erfolgt; die Öffentlichkeit informierte die Staatsanwaltschaft am 21. Oktober. Schledde wies die Vorwürfe in einer Mitteilung zurück und erklärte, ein unabhängiges Gericht werde die Vorwürfe prüfen. Im September 2026 hatte der niedersächsische Landtag auf Antrag die Immunität des Abgeordneten aufgehoben, nachdem entsprechende Ermittlungen bereits bekannt geworden waren. ([tagesspiegel.de](https://www.tagesspiegel.de/politik/dpa-staatsanwaltschaft-erhebt-anklage-gegen-niedersachsens-afd-chef-16184962.html?utm_source=openai))
Hintergrund der Ermittlungen sind Recherchen und Anzeigen zu ungewöhnlichen Geldflüssen innerhalb des AfD‑Landesverbands Niedersachsen; die Vorgänge stehen seit längerem im Fokus von Parlamentariern und Staatsanwaltschaft. Die Vorwürfe betreffen nicht nur mögliche Untreue in der Verwaltung parteilicher Mittel, sondern berühren auch die Pflicht zur ordnungsgemäßen Rechenschaftslegung gegenüber dem Bundestagspräsidium, die bei Verstößen strafrechtliche Bedeutung erlangen kann. ([landtag-niedersachsen.de](https://www.landtag-niedersachsen.de/drucksachen/drucksachen_19_05000/02501-03000/19-02952.pdf?utm_source=openai))
Konsequenzen sind offen: Sollte die Strafkammer ein Hauptverfahren eröffnen, würde dies zu einem öffentlichen Prozess führen, in dem die Staatsanwaltschaft die behaupteten Verstöße zu beweisen hat; Schledde hat sein Recht auf Verteidigung angekündigt. Politisch könnte ein Verfahren gegen den Landesvorsitzenden die interne Lage der AfD Niedersachsen weiter belasten und Debatten über Parteifinanzen und Transparenz verstärken. Fakten zu einzelnen Zahlungen, möglichen Hintermännern oder weiteren Beteiligten nennt die Staatsanwaltschaft in ihrer Kurzmitteilung nicht; belastende oder entlastende Belege müssten in einem gerichtlichen Verfahren geprüft werden. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/anklage-gegen-niedersachsens-afd-landeschef-schledde-erhoben%2Cschledde-110.html?utm_source=openai))
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).