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Studie „Bau‑Monitor 2026“: Im Norden fehlen mehr als 200.000 Wohnungen

Das Pestel‑Institut hat am 26. August 2026 den „Bau‑Monitor 2026“ vorgestellt: In Norddeutschland fehlen demnach über 200.000 Wohnungen; bundesweit liegt die Lücke bei rund 1,35 Millionen. Die Baukrise dämpft laut Studie das Wachstum und…

Das Pestel‑Institut hat am 26. August 2026 in Berlin den „Bau‑Monitor 2026“ vorgelegt. Die im Auftrag des Bundesverbands Deutscher Baustoff‑Fachhandel erstellte Untersuchung beziffert die Wohnungsfehlbestände in Norddeutschland auf mehr als 200.000 Wohnungen; bundesweit klafft demnach eine Lücke von rund 1,35 Millionen. 200.000 Wohnungen.

Kern der Analyse ist die anhaltende Diskrepanz zwischen Wohnungsbedarf und Neubauten. Weil die Zahl der Fertigstellungen bis 2025 deutlich gesunken sei, verknappe sich der Wohnraum spürbar. Zugleich mindere die Bauschwäche die Wirtschaftsleistung: Gegenüber einem Szenario stabiler Bautätigkeit habe die Baukrise das Bruttoinlandsprodukt um etwa 0,6 Prozentpunkte gedrückt, der gesamtwirtschaftliche Wohlstand liege etwa ein Prozent niedriger. Diese Berechnungen stammen aus dem vom Institut verwendeten ökonomischen Modell und stellen keine amtliche Statistik dar.

Für Norddeutschland beschreibt der Bericht Folgen auf Arbeits‑ und Wohnungsmärkte, Kommunalfinanzen und die regionale Entwicklung. In Metropolen wie Hamburg ebenso wie in Universitätsstädten und strukturschwächeren Räumen führe der Engpass zu Ausweichbewegungen in Nachbarkreise und erschwere Zuzug. Fiskalisch verweisen die Autorinnen und Autoren auf geringere Umsätze der Branche und entsprechend niedrigere Steuereinnahmen.

Zugeschriebene Forderungen richten sich an Politik und Verwaltung: BDB‑Präsidentin Katharina Metzger plädiert für zügige rechtliche Erleichterungen und finanzielle Anreize, um den Neubau wieder in Gang zu bringen. Matthias Günther vom Pestel‑Institut betont die Notwendigkeit eines dynamischen Förderpakets mit Fokus auf preiswerte Mietwohnungen. Als weitere Hebel nennt die Studie den Abbau von Bürokratie, vereinfachte Genehmigungsverfahren und die Überprüfung von Mindeststandards, ohne einzelne Maßnahmen detailliert zu bewerten.

Methodisch stützt sich der Bau‑Monitor auf eine länderbezogene Auswertung der Bau‑ und Wohnungsstatistiken sowie auf Modellrechnungen mit einem Referenzszenario stabiler Bautätigkeit. Konkrete Auswirkungen auf einzelne Kommunen hängen laut Studie von Demografie und Investitionslage ab; für die norddeutschen Länder liefert der Bericht Schätzwerte, keine verbindlichen Prognosen.

Der Bau‑Monitor 2026 dokumentiert einen gravierenden Wohnungsengpass in Norddeutschland mit messbaren wirtschaftlichen Effekten. Die adressierten Gegenmittel – Förderung, beschleunigte Verfahren, Standards – sind politisch umstritten; über konkrete Entscheidungen ist bislang nichts bekannt. Die zentralen Zahlen und die gesamtwirtschaftliche Abschätzung sind der Studie des Pestel‑Instituts zuzurechnen und keine amtlichen Befunde.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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