Hessen

Studierendenwerk schließt Wohnheim Steinkaute in Friedberg zum 30. November 2026

Das Studierendenwerk Gießen will das Wohnheim Steinkaute in Friedberg-Fauerbach wegen gravierender Mängel an den Wasserleitungen zum 30. November 2026 schließen. 187 Mietverträge sind betroffen; bei Umzug in ein anderes Haus des Werks entfällt die…

Das Studierendenwerk Gießen hat am 3. und 4. September 2026 die Schließung des Wohnheims Steinkaute im Friedberger Ortsteil Fauerbach zum 30. November 2026 angekündigt. Begründet wird der Schritt mit gravierenden Mängeln an den Wasserleitungen und weiterem Modernisierungsbedarf, der einen sicheren Weiterbetrieb aus Sicht des Werks nicht mehr zulässt. Nach interner Schätzung würde bereits die Sanierung der Leitungen mehrere Millionen Euro kosten; belastbare Projektzahlen liegen noch nicht vor und wurden als vorläufig bezeichnet.

Betroffen sind 187 Mietverträge. Den Bewohnerinnen und Bewohnern bietet das Studierendenwerk zwei Wege an: eine vorzeitige Kündigung ohne gesetzliche Frist oder den sofortigen Umzug in ein freies Zimmer in einem anderen Haus des Werks. Für das Ersatzzimmer entfällt die Grundmiete für sechs Monate; in diesem Zeitraum sind lediglich die Nebenkosten zu zahlen. Nach Ablauf dieser sechs Monate greift wieder die reguläre Warmmiete. Das Angebot ist als Ausgleich für die kurzfristige Verlagerung gedacht und soll Zeit für Neuorientierung geben.

Die Steinkaute stammt überwiegend aus den 1970er Jahren. Neben dem baulichen Zustand verweist das Studierendenwerk auf die Lage: Fauerbach liege abseits der zentralen Hochschulstandorte, weshalb ein Neubau an hochschulnäheren Standorten geprüft werde. Parallel soll das Bestandsobjekt veräußert und der Erlös in zusätzlichen studentischen Wohnraum investiert werden. Konkrete Entscheidungen zu Verkauf, Zeitplan oder Neubauvorhaben stehen aus.

Die Ankündigung fällt in eine angespannte Marktlage: In Hessen gilt bezahlbarer studentischer Wohnraum als knapp, Wartelisten sind lang. Für Friedberg und die Technische Hochschule Mittelhessen ergeben sich kurzfristig organisatorische Aufgaben, etwa Beratung, Vermittlung freier Plätze und Unterstützung bei Umzügen. Ob der geplante Abbau an Kapazitäten durch andere Häuser des Studierendenwerks oder durch Projekte Dritter kompensiert werden kann, ist offen.

Nach Angaben des Studierendenwerks wurden die Mietparteien direkt informiert. Die Regelungen zu Kündigung und Mietübernahme sowie der Termin 30. November 2026 sind Teil der offiziellen Mitteilung. Aussagen zu Kosten, geplanter Verkauf und mögliche Neubauten sind Absichtserklärungen des Werks und damit vorläufig. Weitere Details sollen nach Prüfungen und Gesprächen mit Partnern folgen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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