Stuttgart führt den Smart City Index 2026 an. Der Digitalverband Bitkom hat die Rangliste am 8. September 2026 veröffentlicht und die baden‑württembergische Landeshauptstadt mit 92,8 von 100 Punkten erstmals auf Platz eins gesetzt. München fällt mit 92,0 Punkten auf Rang zwei zurück, Hamburg belegt mit 91,5 Punkten Platz drei. Die Platzierungen gehen aus der aktuellen Presseinformation von Bitkom hervor.
Der Index vergleicht laut Bitkom 83 deutsche Großstädte anhand von 14.442 Datenpunkten. Bewertet werden fünf Themenfelder: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Stuttgart rangiert dem Verband zufolge als einzige Stadt in allen fünf Kategorien unter den Top Ten und zeigt besondere Stärken in Energie und Umwelt sowie in der digitalen Verwaltung. Die Abstände an der Spitze sind gering, das Feld liegt näher beieinander als im Vorjahr.
In den Top Ten kommt es zu Verschiebungen. Bitkom nennt Aachen als Neueinsteiger, während Heidelberg die Spitzengruppe verlässt. Mehrere Städte legen in Teilbereichen deutlich zu. Genannt werden unter anderem Erlangen und Hildesheim als besonders große Aufsteiger im Jahresvergleich. Osnabrück verbessert sich demnach bei IT und Kommunikation und erreicht in dieser Kategorie einen der vorderen Plätze. Konkrete Projekte und Finanzierungszusagen beruhen auf Angaben des Verbandes und bedürfen im Zweifel der Bestätigung durch die jeweiligen Kommunen.
Bitkom interpretiert die insgesamt höheren Punktwerte als Zeichen für eine verbreiterte kommunale Digitalisierung. Zugleich verweist der Verband auf die anhaltende Bedeutung von Förderprogrammen und Projektfinanzierungen. Gefordert werden eine dauerhafte, bundesweit definierte digitale Basisinfrastruktur sowie vereinfachte Beschaffungs- und Vergabeverfahren, damit erfolgreiche kommunale Lösungen schneller skaliert werden können.
Als begleitendes Forum verweist Bitkom auf die Smart Country Convention, die vom 13. bis 15. Oktober 2026 in Berlin stattfinden soll. Dort sollen Modelle und Beispiele aus dem Index vorgestellt und diskutiert werden.
Der Smart City Index 2026 dokumentiert einen Mix aus Kontinuität und Bewegung: An der Spitze stehen großstädtische Standorte mit breiten Digitalstrategien, während zahlreiche mittelgroße Städte in einzelnen Feldern aufholen. Für den weiteren Ausbau dürften neben technischer Infrastruktur vor allem Personal, Standards und belastbare Betriebsfinanzierungen entscheidend sein – Punkte, die Kommunen und Länder im Zusammenspiel mit dem Bund adressieren müssen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).