Die Südbrücke über den Bahngleisen an der Bundesstraße 192 in Waren (Müritz) ist am Sonntag, 1. November 2026, planmäßig durch eine kontrollierte Auswurfsprengung abgetragen worden. Nach Angaben der Einsatzleitung erfolgte die Sprengung gegen 11.00 Uhr. Das Polizeipräsidium Neubrandenburg und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern bestätigten im Anschluss einen störungsarmen Ablauf ohne schwerwiegende Verletzungen oder unkontrollierte Schäden.
Für die Maßnahme waren seit dem frühen Morgen Sperrzonen eingerichtet und Straßensperren am Schweriner Damm sowie in angrenzenden Straßen verhängt worden. In einem definierten Bereich wurden rund 300 Anwohnerinnen und Anwohner vorübergehend evakuiert. Das Bürgertelefon der Stadt war ab 7.00 Uhr geschaltet. Insgesamt wirkten nach Polizeiangaben etwa 220 Einsatzkräfte mit, darunter die Bereitschaftspolizei, die Wasserschutzpolizei und das örtliche Polizeirevier. Der Zugverkehr wurde in Abstimmung mit der Bahn zeitweilig unterbrochen.
Die Sprengtechnik war darauf ausgerichtet, die Brückenpfeiler gezielt auf ein vorbereitetes Kiesbett zu führen, um Erschütterungen zu minimieren und Leitungen sowie Gleisanlagen zu schützen. Unmittelbar nach der Sprengung begannen Vermessung und Sicherung der Trümmerflächen. Die Stadtverwaltung und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern kündigten an, nun die Räumung der Baustelle zu beschleunigen und die Arbeiten für den Ersatzneubau vorzubereiten. Konkrete Termine für den Wiederaufbau nannten die Behörden am Sonntag nicht.
Der Abriss der Südbrücke ist Teil des Ersatzneubaus am Schweriner Damm. Bereits im Januar 2025 war die Nordbrücke in Waren (Müritz) durch eine kontrollierte Sprengung entfernt worden. Mit dem nun erfolgten Rückbau ist der Abriss der alten Verkehrsinfrastruktur im Bereich der Ortsdurchfahrt abgeschlossen. Ziel des Projekts ist eine leistungsfähigere und sicherere Querung der Bahnanlagen, die den innerstädtischen Verkehr auf der Bundesstraße 192 entlasten soll.
Behörden betonen den hohen Koordinationsaufwand bei Sprengungen im bebauten Raum. Erforderlich seien detaillierte Sicherheitskonzepte, Evakuierungspläne und die eng abgestimmte Steuerung von Straßen- und Bahnverkehr. Nach dem jetzigen Einsatz meldeten Polizei und Bauverwaltung keine gravierenden Abweichungen vom Plan. Über Lärm- und Staubentwicklung hinaus wurden aus dem Sperrbereich keine nennenswerten Schäden berichtet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).