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Sziborra-Seidlitz gibt Grünen-Landesvorsitz in Sachsen-Anhalt ab und führt die Fraktion

Die Grünen-Politikerin Susan Sziborra-Seidlitz legt am 5. Oktober 2026 den Landesvorsitz in Sachsen-Anhalt nieder und übernimmt den Vorsitz der Landtagsfraktion.

Susan Sziborra-Seidlitz gibt den Landesvorsitz von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt ab und übernimmt den Vorsitz der grünen Landtagsfraktion. Die Politikerin teilte am 5. Oktober 2026 in Magdeburg mit, sie wolle sich fortan auf die Arbeit im Parlament konzentrieren. Zuvor hatte die Fraktion sie zur Fraktionsvorsitzenden gewählt. Der Schritt fällt mit der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags von Sachsen-Anhalt zusammen.

Sziborra-Seidlitz, Jahrgang 1977, war im Wahlkampf als Spitzenkandidatin angetreten. Bei der Landtagswahl am 6. September 2026 erzielten Bündnis 90/Die Grünen landesweit 8,9 Prozent und stellen im neuen Parlament acht Abgeordnete. Mit dem Wechsel endet die Personalunion aus Parteispitze und Fraktionsführung. Parteiamt und Fraktionsführung sind organisatorisch getrennte Rollen; die Entscheidung über das weitere Verfahren zur Nachbesetzung an der Parteispitze liegt nun bei den Gremien des Landesverbands. Konkrete Termine für eine Neuwahl des Landesvorsitzes waren am Montag nicht benannt.

Nach Angaben aus Partei und Fraktion begründet Sziborra-Seidlitz den Wechsel damit, das zentrale Wahlziel – die Rückkehr der Grünen in das Landesparlament – erreicht zu haben und nun die Kräfte auf die parlamentarische Arbeit zu bündeln. Die Rolle der Fraktionsvorsitzenden umfasst die Koordinierung der Arbeit in den Ausschüssen, die Vorbereitung von Initiativen und die Vertretung der Fraktion in den Verhandlungen mit den übrigen Fraktionen.

Politisch erfolgt der personelle Schnitt in einer angespannten Lage des neuen Parlaments. Die AfD ist stärkste Kraft; bei der konstituierenden Sitzung standen die Wahl des Präsidiums und die Besetzung zentraler Ausschussfunktionen im Mittelpunkt. Für Bündnis 90/Die Grünen bedeutet dies, die inhaltlichen Schwerpunkte nun mit einer gestärkten Fraktionsführung im Plenum und in den Ausschüssen sichtbar zu vertreten. Wie der Landesverband parallel die interne Arbeitsteilung zwischen künftigem Landesvorsitz und Fraktion organisiert, ist Gegenstand der anstehenden Beratungen.

Der Vorgang ist parteiintern, hat aber Folgen für die parlamentarische Aufstellung. Beobachter erwarten, dass der Landesverband rasch Planungssicherheit für die Wahl einer neuen Spitze schafft, um die Kampagnen- und Mitgliederarbeit vom operativen Tagesgeschäft der Fraktion zu entlasten. Unberührt bleibt die Mandatsarbeit der acht Abgeordneten im Landtag von Sachsen-Anhalt; mit der Wahl der Fraktionsvorsitzenden ist deren Führungsstruktur zunächst geklärt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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