Der Tag des offenen Denkmals hat heute bundesweit begonnen. Mehr als 6.500 Schlösser, Kirchen, Burgen, Industriedenkmäler und weitere historische Orte öffnen ihre Türen. Die zentrale Eröffnung richtet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit der Stadt Bamberg aus. Auf dem Maxplatz ist ein Programm mit Führungen und Einblicken in markante Bauwerke der Altstadt vorgesehen, darunter die Alte Hofhaltung.
Der Aktionstag 2026 steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“. Damit rücken Beziehungsgeflechte, Versorgungs- und Kommunikationsstrukturen in den Mittelpunkt, die sich in Bauwerken und technischen Anlagen spiegeln – von Bahnhöfen und Brücken über Wasser- und Energieanlagen bis zu Verwaltungsbauten und Fabrikarchitektur. Die Koordination übernimmt bundesweit die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Lokale Veranstalterinnen und Veranstalter bieten Führungen, Baustellenbesichtigungen, Sonderöffnungen und Vermittlungsangebote an vielen Orten in Deutschland an, häufig mit freiem Eintritt oder spezieller Vermittlung.
Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 am zweiten Sonntag im September statt und ist Teil der European Heritage Days. Er will die öffentliche Wahrnehmung für Denkmalpflege als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken. In den lokalen Programmen werden regelmäßig Spannungsfelder wie Erhalt und Anpassung, Fragen der Zugänglichkeit sowie die Finanzierung von Sanierungen thematisiert.
Für Besucherinnen und Besucher gilt: Viele Angebote sind frei zugänglich, einzelne Programmpunkte erfordern jedoch eine Anmeldung oder haben begrenzte Platzkontingente. Aktuelle Informationen stellen die beteiligten Kommunen, Denkmalämter und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereit. Aussagen zu Teilnehmerzahlen einzelner Orte variieren regional; die bundesweite Übersicht führt die Koordinatorin fortlaufend zusammen.
Bamberg präsentiert zur Eröffnung ein erweitertes Wochenende: Bereits am Samstag gab es öffentliche Formate als Auftakt, darunter Gespräche und eine Live-Aufzeichnung. Am heutigen Sonntag folgt das Hauptprogramm mit Stadtführungen und Sonderöffnungen. Die symbolische Wahl des Mottos „NetzWERKE“ ist in der UNESCO-Welterbestadt mit ihren historisch gewachsenen Verkehrs-, Handels- und Versorgungsbeziehungen sichtbar, zugleich aber bundesweit anschlussfähig – etwa für Technik- und Infrastrukturdenkmale, die bislang weniger im Fokus standen.
Die Veranstaltenden verweisen darauf, dass Sicherheit und Zugänglichkeit Priorität haben. Wo historische Bausubstanz empfindlich ist, werden Besucherströme gelenkt oder Kontingente begrenzt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bittet um Beachtung lokaler Hinweise und empfiehlt, bei gefragten Orten Plätze frühzeitig zu reservieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).