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Thüringer Grüne planen Wechsel an der Spitze: Bohm und Schäfer kandidieren nicht erneut

Ann‑Sophie Bohm und Luis Schäfer treten beim nächsten Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen Thüringen nicht wieder für die Doppelspitze an. Beide bleiben bis zur Neuwahl im Amt.

Die Thüringer Landessprecher Ann‑Sophie Bohm und Luis Schäfer werden beim nächsten Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen Thüringen nicht erneut für die Doppelspitze kandidieren. Beide gaben ihren Verzicht am 13. Oktober 2026 bekannt und erklärten, ihre Ämter bis zur Wahl der Nachfolge weiterzuführen.

Bohm hatte zuvor bereits öffentlich gemacht, nicht wieder anzutreten; der Landesvorstand bestätigte dies am Dienstag. Schäfer begründete seinen Schritt mit einer stärkeren Fokussierung auf seine kommunalpolitische Arbeit in Gera. In Berichten wurde zudem auf eine hohe Belastung im vergangenen Jahr hingewiesen. Konkrete Personalvorschläge für die Nachfolge gibt es nach Angaben der Landesgeschäftsstelle noch nicht.

Mit dem Doppelverzicht stellt sich der Landesverband organisatorisch neu auf. Der Landesvorstand muss den Zeitplan für den Landesparteitag festlegen, das Verfahren für Kandidaturen öffnen und die Übergabe an die neue Spitze strukturieren. Nach geltender Praxis wird der Thüringer Landesverband von einer gleichberechtigten weiblich-männlichen Doppelspitze geführt. Bis zur Wahl bleiben Bohm und Schäfer geschäftsführend im Amt und vertreten den Verband nach außen.

Die Entscheidung fällt in eine für die Grünen in Thüringen anspruchsvolle Phase. In den Kreis- und Ortsverbänden wird die anstehende Neubesetzung als Chance für eine personelle Erneuerung bewertet, zugleich als Belastungsprobe für die interne Arbeitsfähigkeit bis zur Neuwahl. Schäfers Verweis auf Gera unterstreicht die Rolle der kommunalen Ebene für die Partei: Personalwechsel an der Spitze wirken erfahrungsgemäß bis in die Arbeit vor Ort.

Termine und Verfahren will der Landesvorstand in den kommenden Wochen präzisieren. Die Landesgeschäftsstelle verwies auf die üblichen Fristen für Bewerbungen und Delegiertenmeldungen. Aussagen zu möglichen Kandidatinnen und Kandidaten wurden nicht getroffen. Medienberichte von MDR Thüringen, Tagesschau und dpa-Übernahmen zeichneten den Schritt am Dienstag übereinstimmend nach und stellten den geordneten Übergang bis zur Neuwahl heraus.

Gesichert ist damit vor allem der Fahrplan: Verzicht beider Amtsinhaber, Fortführung der Geschäfte bis zur Neuwahl, Vorbereitung des Landesparteitags in Thüringen. Unklar bleibt, wer sich um die Nachfolge bewirbt und welche inhaltlichen Akzente die künftige Doppelspitze setzen wird. Weitere Details sollen nach Verbandsangaben zeitnah folgen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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