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Todeszahl nach Angriff auf Hilfszentrum in Saporischschja steigt auf 53

Vier Tage nach dem russischen Luftangriff auf ein Hilfszentrum in Komyschuwacha melden die Behörden 53 Tote. In Berlin verurteilten Regierungsstellen den Angriff.

Nach dem russischen Luftangriff auf ein als humanitäres Verteilzentrum genutztes Schulgebäude in Komyschuwacha in der ukrainischen Region Saporischschja ist die Zahl der Todesopfer auf 53 gestiegen. Das teilte die regionale Militärverwaltung am 6. November mit. Der Angriff ereignete sich am 2. November, als Zivilisten vor der Schule auf Hilfsgüter warteten. Retter suchten auch am Freitag weiter nach Vermissten in den Trümmern.

Die aktualisierte Bilanz deckt sich mit übereinstimmenden Berichten internationaler Nachrichtenagenturen wie Reuters und der Associated Press. Demnach wurden unter den Toten auch Einsatzkräfte identifiziert. Behördenangaben zufolge verfügte die Schule über unterirdische Schutzräume, die beim Angriff beschädigt oder zerstört wurden. Die Zahl der ursprünglich anwesenden Personen ließ sich zunächst nicht eindeutig feststellen; unterschiedliche vorläufige Angaben von Polizei und Notdiensten in den Tagen nach dem Angriff erklären die Schwankungen bei den Opferzahlen.

Russland äußerte sich zunächst nicht konkret zu dem Vorfall. Aus früheren Stellungnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zu ähnlichen Fällen ist die Behauptung bekannt, man greife ausschließlich militärische Ziele an. Die Ukraine wertet den Beschuss eines zivil genutzten Verteilpunkts als schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. Ermittlungsbehörden sichern am Ort des Geschehens Spuren.

In Berlin verurteilten Regierungsstellen den Angriff. Aus Sicht der Bundesregierung und ihrer Partner bleibt die Einhaltung des humanitären Völkerrechts zentral; die Forderung nach Aufklärung und Rechenschaft wird bekräftigt. Beobachter sehen in dem Vorfall einen der schwersten Angriffe gegen Zivilisten in diesem Jahr in der Region Saporischschja und verweisen auf die wiederkehrenden Risiken für Menschen, die auf Hilfsleistungen angewiesen sind. Für deutsche Hilfsorganisationen und Geberstaaten stellt sich erneut die Frage, wie Verteilungspunkte in umkämpften Gebieten besser geschützt werden können.

Die hier genannten Zahlen und Zeitangaben beruhen auf Mitteilungen der Militärverwaltung in Saporischschja vom 6. November sowie auf Berichten von Reuters und der Associated Press. Ungeklärt bleiben vorerst Details zu den eingesetzten Waffensystemen und zur genauen Ablaufkette des Angriffs. Offizielle Ermittlungen dauern an; ihre Ergebnisse sind von den laufenden Bergungsarbeiten und der Identifizierung der Opfer zu trennen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen