Bayern

Tödliche Schüsse in Dingolfing: Polizei sucht weiter nach Täter

Einen Tag nach den tödlichen Schüssen vor einem Wohnhaus in Dingolfing läuft die Fahndung nach dem unbekannten Schützen weiter. Kriminalpolizeiinspektion und Staatsanwaltschaft Landshut leiten die Ermittlungen, eine Sonderkommission ist eingesetzt.

Einen Tag nach den tödlichen Schüssen in Dingolfing setzt die Polizei die Fahndung nach dem unbekannten Täter fort. Am Montag, 26. Oktober 2026, war ein 43-jähriger Mann an der Haustür seines Wohnhauses im Bereich der Schwedenschanze durch Schüsse tödlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben erschien der Täter gegen 12:30 Uhr an der Tür eines Ehepaares und feuerte beim Öffnen mindestens einen Schuss auf den Ehemann ab. Trotz Reanimationsversuchen verstarb der 43-Jährige noch am Tatort.

Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizeiinspektion Landshut unter Leitung der Staatsanwaltschaft Landshut. Bereits am Tat- und Folgetag wurde eine Sonderkommission mit rund 30 Beamtinnen und Beamten eingerichtet. In der akuten Fahndungsphase waren bis zu etwa 40 Streifenwagen, Diensthunde, Kräfte der Zentralen Einsatzdienste und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Sichtbare Suchmaßnahmen wurden später zurückgefahren, der Tatverdächtige blieb zunächst unentdeckt.

Zur Beschreibung des Flüchtigen und eines möglichen Fluchtfahrzeugs veröffentlichten die Ermittler bislang nur wenige, vorläufige Angaben. Demnach sprach der Mann hochdeutsch, trug eine dunkle Jacke mit Kapuze, hatte einen Oberlippenbart und ein rundliches Gesicht. Als mögliches Fluchtfahrzeug wurde anfangs ein schwarzer Kleinwagen mit getönten Scheiben genannt, eventuell ein BMW. Ob zwischen Opfer und Täter eine Vorbeziehung bestand, ist Gegenstand der Ermittlungen; ein konkretes Tatmotiv liegt derzeit nicht vor. Angaben der Behörden zufolge werden Spuren ausgewertet und Zeugenhinweise systematisch nachgearbeitet.

Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die am Montag zwischen etwa 12:00 und 12:30 Uhr oder in den Tagen zuvor auffällige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Schwedenschanze, der Eppenauerstraße oder in anderen Teilen von Dingolfing beobachtet haben, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Ein Kriseninterventionsteam betreute am Montag Angehörige und Anwohnerinnen und Anwohner.

Die Behörden verweisen darauf, dass aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine weiteren Details veröffentlicht werden. Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut und die Staatsanwaltschaft Landshut koordinieren Spurensicherung, Zeugenbefragungen und die Öffentlichkeitsfahndung. Sobald erste Spurenanalysen ausgewertet sind, sollen weitere Erkenntnisse mitgeteilt werden. Hinweise, die sich auf die Person des Täters, seine mögliche Route oder ein abgestelltes Fahrzeug beziehen, sind für die Ermittler besonders relevant. Der Fall sorgt in Niederbayern für Aufmerksamkeit, weil der Angriff nach bisherigem Stand gezielt an der Wohnanschrift des 43-Jährigen verübt wurde, während Motiv und Hintergrund weiterhin offen sind.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen