Brandenburg

Trotz Trockenheit: Linum meldet volle Kürbisfelder

In Linum (Fehrbellin, Ostprignitz-Ruppin) berichten rbb24 und rbb Inforadio von gut bestückten Kürbisfeldern trotz Hitze und Niederschlagsdefiziten. Gründe sind Standortvorteile im Moor- und Teichgebiet, Bewässerung und angepasste Sorten.

Trotz lang anhaltender Trockenheit fallen die Kürbisfelder in Linum, einem Ortsteil von Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, in dieser Saison deutlich besser aus als erwartet. Nach übereinstimmenden Berichten von rbb24 und rbb Inforadio am 23. August 2026 sprechen örtliche Betriebe von einer stabilen Erntesituation. Das gilt als bemerkenswert, weil der Sommer in weiten Teilen Brandenburgs von viel Sonne und wenig Niederschlag geprägt war.

Als Hauptgründe nennen Landwirte und regionale Berichterstattung Standort- und Anbaueffekte: Die Flächen in und um Linum liegen in einem Moor- und Teichgebiet des Ruppiner Lands, was die Grundfeuchte erhöht. Ergänzend setzen die Betriebe auf gezielte Bewässerung, Bodenpflege zur Wasserspeicherung und trockenheitstolerante Speisekürbis-Sorten. Diese Kombination habe die Bestände durch Hitzewellen und Niederschlagsdefizite getragen, heißt es in den Beiträgen.

Konkrete Erntemengen werden von Betrieben gegenüber dem Rundfunk als Schätzungen angegeben; amtliche, kleinräumige Statistiken liegen für die Saison 2026 noch nicht vor. Aussagen über exakte Tonnagen sind daher vorläufig und können zwischen den Höfen variieren. Unabhängig davon berichten Direktvermarkter in Linum von gut gefüllten Feldern und einer regen Nachfrage in der Region.

Die Einordnung vor Ort betont zugleich die Grenzen des positiven Befunds: Der gute Saisonverlauf ändert nichts an der strukturellen Verwundbarkeit gegenüber längeren Trockenperioden. Steigende Temperaturen und seltenerer Landregen erhöhen den Bewässerungsbedarf und damit Kosten- und Planungsdruck. Für landwirtschaftliche Betriebe im Ruppiner Land bleibt die Sicherung der Wasserverfügbarkeit ein zentrales Thema; einige setzen zusätzlich auf vielfältige Fruchtfolgen und robuste Sorten, um Witterungsrisiken zu streuen.

Linum ist seit Jahren für Sonderkulturen und vielfältige Hofangebote bekannt. Der Reisanbau in Linum wurde bereits in zurückliegenden Berichten aus Brandenburg als Beispiel für experimentelle Anbausysteme im Feuchtgebiet beschrieben. Die Nähe zu Teichen und Feuchtwiesen, die touristische Anziehungskraft des Ortes sowie kurze Wege in der Direktvermarktung beeinflussen Nachfrage und Erlöse. Für die laufende Saison erwarten die Betriebe stabile Verkäufe ab Hof und auf regionalen Märkten; weitergehende wirtschaftliche Aussagen hängen von Wetterverlauf und Vermarktung in den kommenden Wochen ab.

Fazit aus regionaler Sicht: Der aktuelle Ernteverlauf bestätigt, dass Standortvorteile, Bewässerung und Sortenwahl in Linum die Trockenheit 2026 abfedern konnten. Die längerfristige Abhängigkeit vom Wasserhaushalt in Brandenburg bleibt jedoch bestehen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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