Das Umweltbundesamt (UBA) hat am 26. August 2026 seine Hinweise zum umweltfreundlichen und gesundheitsverträglicheren Grillen aktualisiert: Empfohlen werden vor allem fleischarme Menüs sowie die Nutzung eines Elektrogrill statt offenem Holzkohlefeuer. Begründet wird dies mit geringeren Emissionen und einer niedrigeren Belastung durch Schadstoffe, die beim klassischen Grillen entstehen können.
Nach Darstellung des UBA mindert eine bewusste Reduzierung von Rind- und Lammfleisch die klimawirksamen Emissionen einer Mahlzeit. Zugleich entstehen bei elektrisch betriebenen Geräten weniger krebserzeugende Verbindungen als bei Holzkohle. Besonders problematisch sei das Abtropfen von Fett in die Glut, weil dabei polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe gebildet werden; Geräte, bei denen Fett nicht auf Heizspiralen oder offene Flammen gelangt, senken dieses Risiko.
Die fachliche Einordnung stützt sich auf UBA-Veröffentlichungen zur Emissionssituation von Grillgeräten und auf Empfehlungen zu klimafreundlicher Ernährung. Unabhängige Institutionen ziehen inhaltlich ähnliche Schlüsse: Die Verbraucherzentrale rät seit Längerem zu weniger Fleisch und mehr Gemüse auf dem Rost sowie zur Wahl von Gasgrill oder Elektrogrill, um Schadstoffeinträge zu verringern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor verkohltem Grillgut und verweist darauf, dass kontrollierte Wärmequellen bei Elektrogrill oder Gasgrill die Bildung schädlicher Verbindungen reduzieren können. Diese Aussagen sind als Bewertungen der jeweiligen Institutionen gekennzeichnet; sie ersetzen keine regulatorischen Vorgaben.
Zu konkreten Auflagen oder Verboten äußert sich das UBA nicht; die nun veröffentlichten Hinweise sind als Verbraucherinformation und Präventionsangebot einzuordnen. Praktische Empfehlungen betreffen neben der Gerätewahl auch das Zubehör: Wiederverwendbare Grillschalen aus Edelstahl oder Keramik sowie fettauffangende Konstruktionen erleichtern die Reinigung, vermeiden Einwegabfall und mindern Emissionen aus Tropfverlusten. Wer seinen Elektrogrill mit Ökostrom betreibt, kann den Klimavorteil nochmals erhöhen.
Für Privathaushalte lassen sich daraus unmittelbare Konsequenzen ableiten. Faktisch sinken Emissionen und potenzielle Schadstoffbelastungen, wenn seltener Rind- oder Lammfleisch gegrillt wird, häufiger pflanzliche Alternativen auf den Rost kommen und statt Holzkohle ein Elektrogrill oder Gasgrill zum Einsatz kommt. Eine solche Umstellung schafft zudem Spielraum, bei seltenerem Fleischkonsum stärker auf Herkunft und Haltungsform zu achten. Prognosen zur gesamtgesellschaftlichen Emissionsminderung knüpft das UBA allerdings an das Verhalten vieler Haushalte; belastbare Zahlen dazu liegen für die laufende Grillsaison nicht vor.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).