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Unabhängigkeitstag in Kiew: Selenskyj bekräftigt Widerstand – EU und Großbritannien sagen weitere Hilfe zu

Zum 35. Unabhängigkeitstag der Ukraine erneuerte Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Absage an eine Kapitulation. Die Europäische Kommission stellte 6,1 Milliarden Euro zusätzlich in Aussicht; Großbritannien vertieft die Zusammenarbeit bei Storm Shadow/SCALP. Deutschland betonte Koordinierung,…

Am 24. August 2026 hat die Ukraine in Kiew ihren 35. Unabhängigkeitstag begangen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, eine Kapitulation komme nicht in Frage; die Bevölkerung werde sich nicht unterwerfen. Öffentliche Feierlichkeiten fanden unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Während die Hauptstadt nach Behördenangaben zeitweise ruhig blieb, meldeten andere Regionen weiterhin russische Raketen- und Drohnenangriffe mit zivilen Opfern.

Parallel dazu bekräftigten westliche Partner ihre Unterstützung. Die Europäische Kommission genehmigte nach eigenen Angaben zusätzliche Zahlungen in Höhe von 6,1 Milliarden Euro im Rahmen eines größeren Hilfsrahmens. Die Tranche dient der Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit und der wirtschaftlichen Stabilisierung und ergänzt bereits laufende Programme. Zuständig für die Vorbereitung und Umsetzung ist die Kommission; die Mittel folgen bestehenden EU-Beschlüssen zur mehrjährigen Unterstützung der Ukraine und zum Ausbau europäischer Verteidigungsfähigkeiten. Über konkrete Wirkungen im Einsatz liegen naturgemäß nur begrenzt überprüfbare technische Angaben vor.

Großbritannien setzte am Feiertag ebenfalls neue Akzente. Premierminister Andy Burnham reiste nach Kiew – sein erster Auslandsbesuch im Amt – und sprach mit der ukrainischen Führung sowie mit Partnern über weitere Schritte. London kündigte erweiterte Kooperationen bei Wartung, Ausbildung und Versorgung mit Komponenten für die Marschflugkörper Storm Shadow/SCALP an. Ziel sei es, die Einsatzbereitschaft vorhandener Fähigkeiten zu sichern; Umfang und Zeitpläne wurden nicht veröffentlicht. Die Ankündigung knüpft an bestehende Lieferungen an, Detailangaben zur konkreten operativen Nutzung bleiben vertraulich.

Auch Deutschland hob seine Beiträge hervor. Bundeskanzler Friedrich Merz nahm an Beratungen mit europäischen Partnern teil, darunter Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Die Bundesregierung bekräftigte ihre Beteiligung an Koordinierung und Lieferketten sowie den Schwerpunkt auf Luftabwehr und den Schutz kritischer Infrastruktur. Diese Linie fügt sich in die bilaterale Sicherheitsvereinbarung mit der Ukraine vom Februar 2024 und in vertiefte Regierungsberatungen vom April 2026. Praktisch geht es um den weiteren Betrieb und Ausbau bereits gelieferter Systeme – von der Ausbildung über Ersatzteile bis zu fortlaufender Finanzierung. Patriot und IRIS-T gelten dabei als zentrale Pfeiler der deutschen Hilfe.

Fakten, Zuschreibungen und offene Punkte trennten die Akteure am Montag deutlich: Politische Beschlüsse und Finanzzusagen wurden offiziell mitgeteilt; die tatsächliche Wirksamkeit einzelner Systeme lässt sich unabhängig nur eingeschränkt bemessen. Gleichwohl senden die Erklärungen am Unabhängigkeitstag das Signal fortgesetzter politischer, finanzieller und militärischer Unterstützung – mit der Erwartung, die Abwehrfähigkeit zu stabilisieren und kritische Infrastruktur besser zu schützen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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