Am 23. August 2026 veröffentlicht die Tagesschau eine Übersicht mit Maßnahmen, die helfen sollen, den Erholungseffekt aus dem Urlaub im Arbeitsalltag länger zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen Empfehlungen aus der Gesundheitsforschung sowie von Unfall- und Krankenkassen: vorbereiten, die Rückkehr strukturieren und alltagsnahe Erholungsrituale pflegen.
Vorbereitung: Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) rät, vor der Abreise Aufgaben zu priorisieren, klare Übergaben zu dokumentieren und Erreichbarkeiten zu regeln. Das senkt nach Angaben der DGUV die mentale Last beim Wiedereinstieg. Berufsgenossenschaften verweisen zudem darauf, Dienstpläne und Ruhephasen so zu gestalten, dass unmittelbar nach der Rückkehr kein maximaler Termindruck entsteht.
Rückkehrorganisation: Für die ersten Arbeitstage empfehlen Fachstellen kurze, strukturierte Eingewöhnungsphasen. Dazu zählen feste Briefings, priorisierte To-do-Listen und das Verteilen komplexer Aufgaben über mehrere Tage. Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) verweist auf praktische Präventionsangebote wie kurze Reflexionsübungen und Achtsamkeitssequenzen. Laut BGN können diese Routinen Überforderung dämpfen und die innere Distanz zum Arbeitsgeschehen stützen – als Ergänzung, nicht als Ersatz für ausreichende Erholungszeiten.
Alltagsrituale: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt regelmäßige Kurzpausen, Bewegung und klar definierte Feierabendrituale. Erholsame Gewohnheiten wie ein täglicher Spaziergang oder bildschirmfreie Zeiten stabilisieren demnach das subjektive Erholungsgefühl. Längerfristig kommt es auf den Rahmen an: Eine Unternehmenskultur, die Abschalten ermöglicht und Erreichbarkeit begrenzt, erhöht die Chance, dass Erholung wirkt. Manche Expertinnen und Experten halten längere zusammenhängende Urlaube – oft werden drei Wochen genannt – für besonders wirksam; zugleich zeigen Umfragen der DAK-Gesundheit im DAK-Urlaubsreport, dass bereits kurze, konsequent genutzte Erholungsfenster im Alltag den Effekt spürbar verlängern können.
Die genannten Hinweise adressieren unterschiedliche Ebenen. Privat lassen sich Vorbereitung und Rituale kurzfristig umsetzen. Betriebe können durch klare Übergaben, realistische Wiedereinstiege und Dienstpläne mit ausreichenden Ruhezeiten strukturell unterstützen. Fakt ist: Die Urlaubserholung lässt sich nicht konservieren, aber durch Kombination aus Planung, moderatem Start und täglichen Mikro-Pausen messbar verlängern. Die Tagesschau fasst dazu aktuelle Empfehlungen von DGUV, BZgA und Berufsgenossenschaften zusammen und verweist auf Präventionsmaterialien, die speziell für den Arbeitsalltag in Deutschland entwickelt wurden.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).