Baden-Württemberg

ver.di fordert Zusagen für Galeria-Filialen und Jobs in Baden-Württemberg

Die Gewerkschaft ver.di will mit Kommunen, Landespolitik und Eigentümern den Erhalt der Galeria-Standorte im Südwesten aushandeln und drängt auf schnelle Klarheit für Beschäftigte.

Die Gewerkschaft ver.di hat am 5. Oktober 2026 bekräftigt, gemeinsam mit Kommunen und der Landespolitik den Erhalt der Galeria-Standorte in Baden-Württemberg zu sichern. Ziel sind verbindliche Zusagen zu Standorten und Beschäftigung. Hintergrund ist die erneute Insolvenz des Warenhauskonzerns und die Prüfung weiterer Filialschließungen, die in mehreren Städten des Landes für Unsicherheit sorgt.

ver.di will dazu Gespräche mit der Eigentümerseite, der Insolvenzverwaltung, Vermietern und den betroffenen Kommunen koordinieren. Martin Gross, Landesbezirksleiter von ver.di Baden-Württemberg, verweist auf die Notwendigkeit klarer Vereinbarungen zu Mieten, Investitionen und tariflichen Bedingungen. Die Beschäftigten und Betriebsräte müssten zeitnah und transparent über Planungen informiert werden. Konkrete Zusagen des Eigentümers oder belastbare Investitionspläne liegen nach Angaben der Gewerkschaft bislang nicht vor.

Nach früheren Angaben des Unternehmens und übereinstimmenden Medienberichten stehen im Land mehrere Warenhäuser auf Risiko- oder Prüf-Listen, darunter Standorte in Freiburg und Mannheim. Die Landesregierung und Kommunen hatten in der Vergangenheit wiederholt Runden mit ver.di, Betriebsräten und der Bundesagentur für Arbeit organisiert, um mögliche Übergänge, Qualifizierungen und Unterstützungsangebote zu beraten. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg hat Gespräche zur Zukunft einzelner Häuser begleitet; dieses Verfahren soll erneut genutzt werden, um innenstädtische Ankerstandorte zu stabilisieren.

ver.di begründet den Vorstoß mit den absehbaren Folgen weiterer Schließungen für Arbeitsplätze und Innenstädte. Gerade mittlere Zentren seien auf die Frequenz der Warenhäuser angewiesen, argumentiert die Gewerkschaft. Aus der Landespolitik wird seit Längerem gefordert, Vermieter in die Pflicht zu nehmen und Mieten an tragfähige Geschäftsmodelle anzupassen. Verbindliche Schließungsentscheidungen für Baden-Württemberg oder belastbare Zahlen zu unmittelbar bedrohten Stellen hat Galeria bis Redaktionsschluss nicht vorgelegt.

Wie es weitergeht, hängt von Verhandlungen zwischen Insolvenzverwaltung, Eigentümern, Vermietern, ver.di und den beteiligten kommunalen Institutionen ab. ver.di drängt auf kurzfristige Klarheit für die Beschäftigten und auf Vereinbarungen, die Investitionen und tragbare Mietkonditionen festschreiben. Erst wenn diese Punkte geklärt sind, ließen sich Beschäftigungssicherung und eine verlässliche Perspektive für betroffene Innenstädte organisieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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