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Galeria beantragt erneut Insolvenz – Zukunft von 83 Filialen unklar

Die Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz beantragt. Der Betrieb läuft weiter, doch über den Verbleib von 83 Filialen und 12.000 Beschäftigten ist noch nicht entschieden.

Die Warenhauskette Galeria hat am 13. Oktober 2026 erneut Insolvenz beantragt. Nach Angaben des Unternehmens wird der Geschäftsbetrieb zunächst fortgeführt. Betroffen sind derzeit 83 Filialen und 12.000 Beschäftigte. Übereinstimmenden Berichten zufolge handelt es sich seit 2020 bereits um den vierten Insolvenzantrag.

Als Gründe werden anhaltende Umstrukturierungsprobleme, hohe Kosten an Innenstadtstandorten und der anhaltende Rückgang im klassischen Warenhausgeschäft genannt. Zudem belasteten Verwerfungen aus früheren Eigentümer- und Immobilienstrukturen das Unternehmen. Konkrete Pläne, welche Filialen erhalten bleiben oder schließen müssen, liegen bislang nicht vor.

Für die Beschäftigten stellen sich zentrale Fragen nach Lohnfortzahlung und Insolvenzgeld. Ob und wann Insolvenzgeld fließt, hängt vom weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ab. Auch mögliche Investorenlösungen oder Übernahmen können den Rahmen für Standorte und Arbeitsplätze verändern. Gewerkschaften und Kommunen hatten in früheren Verfahren wiederholt Schutzmechanismen für Beschäftigte und Standorte gefordert; aktuelle Zusagen sind bisher nicht bekannt.

In Mitteldeutschland sind nach Angaben des MDR noch vier Filialen im Betrieb. Welche Rolle diese Standorte im nun eröffneten Verfahren spielen, ist offen. Landes- und Kommunalverwaltungen signalisieren erfahrungsgemäß Gesprächsbereitschaft, um innerstädtische Ankerlagen zu sichern oder alternative Nutzungen vorzubereiten.

Stadtplaner und Wirtschaftswissenschaftler verweisen auf mögliche Folgen für Innenstädte, sollten große Warenhausflächen leer stehen: sinkende Kundenfrequenzen, Druck auf Mieten und Erträge sowie Risiken für private und kommunale Eigentümer. Zugleich sehen Kommunen Chancen, frühzeitig Umbaupläne anzustoßen – etwa Mischungen aus Handel, Kultur und Wohnen –, sofern Finanzierung und Genehmigungen gesichert werden.

Zum Zeitplan des Verfahrens, zu gerichtlichen Terminen und zu möglichen Interessenten machte Galeria zunächst keine Angaben. Medien wie Tagesschau, WDR, NDR, MDR und Berliner Zeitung berichten übereinstimmend, dass Entscheidungen zu einzelnen Häusern erst in den kommenden Wochen zu erwarten sind. Bis dahin bleibt der Status der Filialen, der Arbeitsplätze und laufender Mietverträge ungewiss.

Die Unternehmensführung hatte in früheren Runden wiederholt Restrukturierungen angekündigt. Ob sich die nun eingeleiteten Schritte in tragfähige Lösungen übersetzen, hängt von Verhandlungen mit Vermietern, Lieferanten, Kreditgebern und potenziellen Investoren ab. Klar ist: Ohne eine belastbare Perspektive für Sortiment, Fläche und Kostenstruktur wird das Insolvenzverfahren allein die strukturellen Probleme des Warenhausmodells nicht lösen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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