Der Auftritt der Band Alphaville beim Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring ist am 2. September 2026 abgesagt worden. Der Termin war für den 4. September vorgesehen. Band und Veranstalter legten unterschiedliche Begründungen vor, übereinstimmend ist der Streitpunkt: politische Äußerungen auf der Bühne.
Nach Darstellung der Band wurde sie von den Veranstaltern ausgeladen. Frontmann Marian Gold teilte über die offiziellen Kanäle mit, auf den Bühnen des Festivals seien keine politischen Themen oder Äußerungen gewünscht. Alphaville wertete dies als Reaktion auf frühere Statements bei Konzerten und sprach von einer unzulässigen Beschränkung künstlerischer Freiheit. Die Mitteilung der Band wurde am 2. September verbreitet.
Die Veranstalterseite bestätigte gegenüber Medien die Absage und verwies demnach auf das Ziel, politische Äußerungen von der Festivalbühne auszuschließen. Namenhaft sind auf Veranstalterseite unter anderem Festivalmanager Markus Krampe und der frühere Fußballprofi Lukas Podolski. Eine ausführliche schriftliche Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Aus dem Umfeld der Organisation hieß es, man wolle den Unterhaltungscharakter und den programmatischen Rahmen der Veranstaltung sichern.
Das Glücksgefühle-Festival findet vom 3. bis 6. September 2026 auf dem Hockenheimring in Hockenheim statt. Das Programm wird nach der Absage kurzfristig angepasst; ein Ersatzact für Alphaville war am Nachmittag des 2. September nicht bekannt.
Privat veranstaltete Festivals können über ihr Hausrecht und vertragliche Klauseln Auftritte untersagen, wenn entsprechende Regelungen vereinbart wurden. Künstlerinnen und Künstler verweisen in solchen Fällen häufig auf die Kunstfreiheit und reagieren mit öffentlichen Stellungnahmen oder rechtlichen Schritten. Juristisch maßgeblich sind die konkreten Vertragsbedingungen; ob die in Aussicht gestellten Beschränkungen zulässig sind, hängt vom Einzelfall ab.
Politisch wurde am Tag der Absage darüber gestritten, ob ein generelles Verbot politischer Äußerungen bei Popfestivals zeitgemäß ist. Befürworter solcher Regeln verweisen auf ein konfliktarmes Umfeld und das Profil der Veranstaltung. Kritiker betonen die lange Tradition politischer Ansagen bei Liveauftritten und warnen vor chillenden Effekten für die Meinungsäußerung von Künstlerinnen und Künstlern.
Eine gemeinsame, abschließende Stellungnahme von Alphaville und den Veranstaltern lag zum Redaktionsschluss nicht vor. Weitere Angaben zu möglichen Konsequenzen für die Band oder zu vertraglichen Schritten standen ebenfalls aus.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).