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Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft wirbt zum Start der Gamescom für stärkere Games-Förderung

Zum Auftakt der Gamescom in Köln hebt die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft die ökonomische Bedeutung der Gamesbranche hervor und fordert bessere Rahmenbedingungen in Deutschland.

Zum Auftakt der Gamescom in Köln hat die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) die ökonomische Relevanz der Gamesbranche für Deutschland betont und zusätzliche Standortförderung gefordert. Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sprach von „enormem Potenzial für unsere Wirtschaft“ und verwies auf einen Games-Umsatz in Deutschland von 9,4 Milliarden Euro im Jahr 2025. Deutschland sei damit, so die vbw, der umsatzstärkste Markt in Europa. Die Aussagen sind Interessenäußerungen des Verbands.

Mit Blick auf den Freistaat nennt die vbw eine dynamische Entwicklung: Seit 2018 habe sich die Zahl der Games-Unternehmen in Bayern verdoppelt; der Branchenumsatz liege dort bei rund 347 Millionen Euro. Positiv bewertet der Verband die bayerische Förderpolitik, darunter erhöhte Mittel für Games und Extended Reality (XR) von über sechs Millionen Euro. Zugleich kritisiert die vbw einen Abfluss von Wertschöpfung ins Ausland und mahnt an, die Rahmenbedingungen in Deutschland so auszugestalten, dass mehr Entwicklung und Produktion vor Ort stattfindet.

Auch auf Bundesebene sieht der Verband Handlungsbedarf. Die vbw begrüßt die Erhöhung der Bundesgamesförderung für 2026 auf rund 125 Millionen Euro als Standortbekenntnis, fordert aber ergänzende Maßnahmen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Studios in Deutschland zu stärken. Dazu zählten nach vbw-Lesart verlässlich finanzierte Förderlinien über mehrere Jahre, schnellere Verfahren sowie bessere Bedingungen für Fachkräftegewinnung und -einwanderung. Ziel sei es, Beschäftigung und Wertschöpfung in einem technologisch getriebenen Zukunftsmarkt zu sichern.

Der politische Kontext ist seit Jahren von der Debatte um die richtige Ausgestaltung der Förderung geprägt: Branchenvertreter verweisen auf hohe Entwicklungsrisiken, lange Produktionszyklen und den Bedarf an qualifizierten Teams. Bund und Länder setzen auf unterschiedliche Programme, deren Reichweite und Planbarkeit regelmäßig überprüft werden.

Die Gamescom ist eines der größten Branchentreffen weltweit und gilt als wichtiger Ort für wirtschafts- und kulturpolitische Signale. Für den Messeauftakt am heutigen Tag sind Fachformate und Gespräche zwischen Unternehmen, Verbänden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Bund und Ländern vorgesehen. Die „Opening Night Live“ ist für den Abend geplant. Vor diesem Hintergrund zielt die vbw mit ihren Forderungen auf die laufenden Haushalts- und Standortdebatten, in denen sich klären dürfte, ob die in Aussicht gestellten Förderrahmen tatsächlich reichen, um Produktion, Talente und Investitionen dauerhaft nach Deutschland zu ziehen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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