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„Verhuhnebibeln“ ist das erzgebirgische Wort des Jahres 2026

Bei einer Abschlussveranstaltung am 1. November 2026 im Volkshaus Thum wählte der Erzgebirgsverein gemeinsam mit der Freien Presse das Mundartwort „verhuhnebibeln“ zum Erzgebirgischen Wort des Jahres.

Am 1. November 2026 wurde im Volkshaus Thum das erzgebirgische Wort des Jahres verkündet: „verhuhnebibeln“ gewann die Abstimmung, wie der Erzgebirgsverein und mehrere Medien berichten. Die Bekanntgabe erfolgte bei einer öffentlichen Veranstaltung in Thum; den Vorsitz bei der Präsentation hatte Carmen Krüger vom Vorstand des Erzgebirgsvereins. Die Aktion wird seit 2017 in Kooperation mit der Tageszeitung Freie Presse durchgeführt und soll regionale Mundart sichtbar halten. (Stand: 1. November 2026.)

„Verhuhnebibeln“ wird im lokalen Gebrauch als „verhöhnen, veralbern“ beschrieben; eine hochsächsische Variante wurde bereits 2013 als schönstes sächsisches Wort des Jahres gewürdigt. Zur diesjährigen Auswahl hatten Veranstalter aus rund 500 eingereichten Vorschlägen 65 Begriffe vorausgewählt; eine Jury reduzierte diese Auswahl auf zehn Kandidaten, aus denen die Öffentlichkeit online und per Postkarte abstimmen konnte. Insgesamt gingen laut Veranstaltern knapp 2.500 Stimmen ein, davon etwa 2.000 online und 500 per Karte oder E-Mail.

Auf der Shortlist standen neben dem Siegerwort bekannte erzgebirgische Ausdrücke wie Bocksterz (Vorwärtsrolle), Dalg´n (Tollpatsch), drham (zuhause), hunaksch (jemanden necken) und zammnammsch (sparsam). Die Breite der Begriffe illustriert, wie unterschiedlich sich sprachliche Identität in Alltag, Humor und Lebenswelt niederschlägt: einige Wörter beschreiben körperliche Eigenheiten, andere Verhaltensweisen oder Wohnbezüge.

Die Initiative hat neben heiterer Unterhaltung einen kulturpolitischen Anspruch: Der Erzgebirgsverein und Partner sehen in der Wahl ein Instrument zur Wahrung und Dokumentation regionaler Regiolekte. Kulturpolitisch relevante Akteurinnen und Akteure beteiligten sich an der Jury; namentlich hervorgehobene Teilnehmende waren Vertreterinnen des Landes, die regionalen Medien und Kulturschaffende. Die Auswahl und die öffentliche Abstimmung erzeugen zugleich Debatten über Standardisierung, Dokumentation und die Frage, welche Mundartformen in Zukunft überliefert werden.

Konkrete institutionelle Folgen sind begrenzt: Die Aktion ist vor allem symbolisch und medienwirksam; langfristige Maßnahmen zur Förderung der Mundartpflege bleiben Aufgabe von Kulturvereinen, Schulen und Kommunen im Erzgebirge. Für die Region hingegen hat die Bekanntgabe traditionell touristische und mediale Aufmerksamkeit, insbesondere für Orte wie Thum, wo die Abschlussveranstaltung stattfand.

Die Angaben in diesem Beitrag basieren auf Mitteilungen des Erzgebirgsvereins, Bekanntmachungen der Stadt Thum sowie Berichten der regionalen Medien, die die Veranstaltung am 1. November 2026 dokumentieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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