Zwei seit Sonntagabend vermisste Jugendliche aus Dreikirchen sind am Montag in einem Waldstück bei Lindenholzhausen in Hessen wohlbehalten gefunden worden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Koblenz erfolgte der Fund am 8. September gegen 14:15 Uhr. Die beiden waren mit zwei Pferden unterwegs; auch die Tiere wurden aufgefunden. Die Öffentlichkeitsfahndung wurde daraufhin beendet.
Die Polizei hatte zuvor am Morgen des 8. September eine Suche mit Foto und Personenbeschreibungen veröffentlicht. Zuvor war das Verschwinden der 13-jährigen Ronya‑Julie S. und ihrer 19-jährigen Begleiterin Shana D. am 7. September gegen 23:45 Uhr gemeldet worden. In der Erstmeldung wiesen die Ermittler darauf hin, dass ein weißes Pferd von einem Pferdehof entwendet worden sei. Die Fahndung richtete sich an die Bevölkerung und nannte Ansprechstellen bei der Polizeiinspektion Montabaur und der Kriminalinspektion Montabaur.
Laut der Nachtragsmitteilung des Polizeipräsidiums Koblenz wurden die Jugendlichen nach einem Hinweis lokalisiert. Zu den näheren Umständen des Auffindens und des vorangegangenen Verschwindens machte die Polizei keine Angaben. Auch ob es strafrechtliche Konsequenzen gibt, blieb offen. Das Präsidium dankte ausdrücklich für die eingegangenen Hinweise aus der Bevölkerung.
Der Fall hatte am Montag regionale Aufmerksamkeit erlangt. SWR Aktuell berichtete über den Stand der Suche und später über das glückliche Ende. Dreikirchen liegt im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz; der Fundort Lindenholzhausen gehört zu Limburg an der Lahn in Hessen. Der länderübergreifende Einsatz verdeutlicht, dass die Polizei bei Vermisstensuchen räumlich übergreifend prüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen.
Öffentlichkeitsfahndungen sind ein etabliertes Mittel, um schnell viele Menschen zu erreichen – insbesondere, wenn Minderjährige betroffen sind oder eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. In diesem Fall führten Hinweise aus der Bevölkerung noch am selben Tag zum Erfolg, wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilte. Nach derzeitigem Stand liegen keine Informationen über Verletzungen vor; die Jugendlichen wurden als wohlbehalten beschrieben. Weitere Ermittlungen zu Ablauf und Hintergründen hat die Polizei nicht angekündigt.
Die zeitliche Abfolge ist damit klar umrissen: Vermisstmeldung am späten Sonntagabend, landesweite Öffentlichkeitsfahndung am Montagmorgen, Auffinden am frühen Montagnachmittag und Beendigung der Fahndung in einer Nachtragsmeldung am selben Tag. Offene Fragen – etwa zur Herkunft der beteiligten Pferde und zu möglichen zivil- oder strafrechtlichen Folgen – bleiben vorerst unbeantwortet und wären Gegenstand späterer behördlicher Auskünfte.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).