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Vor VW-Betriebsversammlungen: Cavallo lehnt Werksschließungen ab und fordert Zusagen zur Altersteilzeit

VW-Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo dringt vor anstehenden Betriebsversammlungen und Beratungen des Aufsichtsrats auf verbindliche Regelungen zu Altersteilzeit und Beschäftigungssicherung – und erteilt Werksschließungen eine Absage.

Wolfsburg – Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, Daniela Cavallo, hat Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen als „keine Option“ bezeichnet und vom Vorstand verbindliche Zusagen zur Altersteilzeit und weiteren sozialverträglichen Instrumenten verlangt. Anlass sind für Ende August angesetzte Betriebsversammlungen in mehreren Werken sowie parallel laufende Beratungen des Aufsichtsrats über Sparmaßnahmen und die künftige Produktionsplanung.

Cavallo knüpft die Zustimmung der Arbeitnehmerseite an klare Perspektiven für die Beschäftigten. Personalmaßnahmen müssten freiwillig und planbar gestaltet sein, sagte sie. Unterstützung erhält sie von der IG Metall, die den Erhalt von Arbeitsplätzen und die soziale Verantwortung des Konzerns betont. Zugleich kritisierte die Arbeitnehmervertretung die interne Kommunikation als unzureichend und forderte mehr Transparenz gegenüber den Belegschaften.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die strategische Neuaufstellung von Volkswagen im Zuge von Elektrifizierung, Software-Umbruch und Modellwechseln. In internen Szenarien ist von einer sinkenden Auslastung einzelner deutscher Standorte die Rede; Medien berichten über Personalabbau in einer fünfstelligen Größenordnung bis 2030. Konkrete Standortentscheidungen hat der Vorstand bislang nicht benannt. Volkswagen-Chef Oliver Blume verweist auf die Notwendigkeit höherer Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Nach jüngsten Berichten will er Schließungen vermeiden; verbindliche Aussagen zu einzelnen Werken stehen jedoch aus.

Für Wolfsburg und weitere Standorte in Niedersachsen wären Werksschließungen wirtschaftlich und politisch weitreichend. Der Gesamtbetriebsrat drängt deshalb neben Altersteilzeit auf Vereinbarungen zu Qualifizierung, internen Versetzungen und freiwilligen Aufhebungsmodellen, um Anpassungen ohne Zwang zu ermöglichen. Auch die Länderpolitik verlangt Planungssicherheit für Regionen mit hoher Beschäftigungsdichte beim Konzern.

Wie es weitergeht, hängt von zwei Strängen ab: Erstens von den Signalen aus den Betriebsversammlungen, wo Management und Belegschaften die Lage bewerten. Zweitens von den Beschlüssen des Aufsichtsrats zum weiteren Sparkurs und zur Belegung der Werke. Maßgeblich wird, ob der Vorstand konkrete Beschäftigungsperspektiven je Standort vorlegt und ob Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite verbindliche Regelungen zu Altersteilzeit, Qualifizierung und weiteren sozialverträglichen Maßnahmen vereinbaren. Bis zu entsprechenden Entscheidungen bleibt die Forderung der Arbeitnehmervertretung nach planbarer, freiwilliger Anpassung der Belegschaft der zentrale Hebel – und die Absage an Werksschließungen der politische Marker.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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