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VW-Belegschaft wirft Vorstand „desaströse Kommunikation“ vor – Blume stellt sich auf Betriebsversammlungen

Interne Umfrage und ein Intranet-Beitrag prangern mangelnde Transparenz bei Volkswagen an. Konzernchef Oliver Blume und die Führungsspitze beantworten diese Woche auf Betriebsversammlungen Fragen der Belegschaft.

Bei Volkswagen hat eine interne Umfrage die Unzufriedenheit in der Belegschaft mit der Informationspolitik der Konzernführung offengelegt. In einem im Intranet veröffentlichten Beitrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist von einer „desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand“ die Rede; Beschäftigte und ihre Familien fühlten sich demnach „verunsichert und verängstigt“. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die aus Sicht vieler Mitarbeiter unklare Darstellung des angekündigten Sparkurses und der weiteren Schritte im laufenden Transformationsprozess.

Als Reaktion stellt sich die Konzernspitze in dieser Woche auf mehreren Betriebsversammlungen den Fragen der Beschäftigten. Vorstandschef Oliver Blume will an Standorten des Unternehmens, darunter am Stammsitz in Wolfsburg, über den Kurs informieren und Anliegen aufnehmen. Blume hatte die Lage des Konzerns zuletzt als „mehr als kritisch“ bezeichnet. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen soll es um Einordnung der finanziellen Zielgrößen, Terminpläne bei Modellanläufen sowie die Prioritäten des bereits skizzierten Zukunftsplans gehen.

Der Betriebsrat drängt seit Wochen auf klare Aussagen zu den Auswirkungen der Effizienzprogramme auf Arbeitsplätze, Qualifizierung und Werksauslastung. Gesamtbetriebsratschefin Daniela Cavallo betont, die Beschäftigten bräuchten verlässliche Informationen, um die anstehenden Veränderungen mitzutragen. Aus dem Umfeld des Betriebsrats heißt es, zusätzliche Betriebsversammlungen seien Ende August angesetzt worden, um die Diskussion mit der Belegschaft zu bündeln und offene Punkte unmittelbar mit der Führung zu klären.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist der von der Konzernführung vorangetriebene Zukunftsplan, der nach früheren Angaben die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswagen stärken und die Kapitalallokation schärfen soll. Zugleich stehen die Markendächer vor der Aufgabe, Produktportfolios zu straffen und Investitionen zu priorisieren. Konkrete strukturelle Maßnahmen oder Personalziele nannte der Vorstand in den bisherigen öffentlichen Auftritten nur in Umrissen – ein Kernpunkt der nun artikulierten Kritik.

Die anstehenden Betriebsversammlungen gelten intern als Bewährungsprobe für den Dialog zwischen Führung und Belegschaft. Ob die Auftritte der Konzernspitze die Verunsicherung mindern, hängt nach Einschätzung von Arbeitnehmervertretern davon ab, wie konkret die Aussagen zu Zeitplänen, Sparzielen und zur Absicherung von Standorten in Niedersachsen ausfallen. Klar getrennt werden sollen dabei aktuelle Fakten, noch zu prüfende Optionen und längerfristige Annahmen – eine Forderung, die der Betriebsrat gemeinsam mit der IG Metall seit Beginn der Debatte wiederholt hat.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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