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VW in der Krise: Unmut bei Betriebsversammlung – Cavallo attackiert, Blume bleibt vage

Bei einer außerordentlichen Betriebsversammlung in Wolfsburg hat VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo scharfe Kritik an der Konzernführung geübt. Konzernchef Oliver Blume sprach von einer kritischen Lage, blieb zu Struktur- und Sparplänen jedoch unkonkret.

Volkswagen steht nach einer außerordentlichen Betriebsversammlung in Wolfsburg unter Druck: VW-Konzernchef Oliver Blume beschrieb am 25. August die Lage als kritisch, vermied aber nach übereinstimmenden Medienberichten konkrete Zusagen zu anstehenden Struktur- und Sparvorhaben. Aus der Belegschaft regte sich offener Unmut; der Sitzungssaal reagierte wiederholt mit Missfallen.

Die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Daniela Cavallo, warf dem Vorstand mangelnde Transparenz vor. Sie forderte belastbare Perspektiven für Werke und Beschäftigte und kritisierte, mit einem Vorstand, der den eigenen Leuten nicht klar sage, was anstehe, lasse sich nicht arbeiten. Für ihre Ausführungen erhielt sie anhaltenden Applaus. Der Betriebsrat lehnt betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen grundsätzlich ab und verlangt, soziale und regionale Folgen in alle Entscheidungen einzubeziehen.

Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen standortbezogene Anpassungen, die der Konzern unter dem Titel „Target Picture 2030“ prüft. Nach Angaben aus dem Unternehmen ist ein verschärfter Sparkurs gesetzt; Details zu alternativen Produkt- oder Kapazitätsplanungen für einzelne Standorte legte die Führung in Wolfsburg jedoch nicht vor. Die VW-Spitze kündigte weitere Betriebsversammlungen bis Ende August an, um Belegschaften an anderen Orten zu informieren.

Gewerkschaftsvertreter der IG Metall bestätigten, das Vertrauen in Teile der Konzernführung habe unter der jüngsten Kommunikation gelitten. Niedersachsens Wirtschaftsminister und VW-Aufsichtsratsmitglied Olaf Lies unterstrich die politische Brisanz der Standortdebatte für das Land. Das Land Niedersachsen ist als Großaktionär im Aufsichtsrat vertreten und hat damit unmittelbare Interessen an Beschäftigung und Wertschöpfung in der Region.

Unstrittig ist, dass Volkswagen angesichts anhaltenden Kostendrucks und eines intensiven Wettbewerbs bei E-Autos Effizienzgewinne sucht. Welche Maßnahmen an welchen deutschen Werken konkret geplant sind, blieb am Montag offen. Entscheidungen über mögliche Einschnitte und Verlagerungen wurden auf spätere Gremiensitzungen und weitere Gespräche zwischen Vorstand, Betriebsrat und Politik verwiesen.

Zugeschriebene Aussagen und Forderungen in diesem Bericht stammen von der Betriebsversammlung in Wolfsburg sowie begleitenden Stellungnahmen von VW, Betriebsrat und IG Metall am 25. August. Prognosen über Personalmaßnahmen oder Standortschließungen sind derzeit nicht belegt; verbindliche Beschlüsse liegen nach derzeitigem Stand nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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