Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat am 21. August 2026 in Berlin den früheren Fund eines geheimen Waffendepots am Stadtrand der Hauptstadt bestätigt und einen Bezug zu geplanten Anschlägen nahegelegt. In dem Versteck in einem Waldstück seien zwei Handfeuerwaffen und Munition sichergestellt worden, sagte Dobrindt. Die Hinterlegung der Waffen stehe „sicherlich im Zusammenhang mit der Planung von Anschlägen“. Die Bundesanwaltschaft ermittelt. Ein Verdächtiger befindet sich in Rumänien in Haft; deutsche Stellen streben dessen Auslieferung an.
Nach Angaben des Ministers lagen den Behörden seit dem Oktober 2025 Hinweise auf ein mögliches Waffendepot vor. Bei anschließenden Maßnahmen sei das Material entdeckt und gesichert worden. Konkrete Tatorte oder namentlich benannte Beschuldigte nannten die Ermittler bislang nicht. Das Bundesinnenministerium betonte, dass derzeit Beweise, nachrichtendienstliche Erkenntnisse und offene Spuren zusammengeführt würden.
Sicherheitsbehörden prüfen zudem, ob ausländische Nachrichtendienste in die Beschaffung oder Bereitstellung der Waffen involviert waren. Dobrindt verwies darauf, dass entsprechende Fragen mit Partnern im In- und Ausland abgestimmt werden. Eine öffentliche Bewertung möglicher staatlicher Verantwortlichkeit vermieden sowohl das Bundesinnenministerium als auch die Ermittler; belastbare Zuschreibungen stehen aus.
Rechtlich geht es um mögliche Verstöße gegen das Waffengesetz und – bei hinreichenden Anhaltspunkten – um die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Bundesanwaltschaft koordiniert nach eigenen Angaben die Ermittlungen mit Landesbehörden und internationalen Partnern. Auslieferungsersuchen an Rumänien werden nach Justizangaben geprüft und vorbereitet.
Hintergrund der aktuellen Maßnahmen ist die seit 2024 verstärkte Fokussierung deutscher Sicherheitsbehörden auf Versorgungs- und Unterstützungsnetzwerke, die für Anschlagsplanungen genutzt werden könnten. Behörden sprechen in diesem Zusammenhang von hybriden Bedrohungen, bei denen logistische Vorkehrungen – etwa Waffenlager – zeitlich versetzt zu geplanten Operationen eingerichtet werden. Beobachter erwarten als unmittelbare Folge des Falls engmaschigere Kontrollen an potenziellen Zielorten sowie eine vertiefte internationale Zusammenarbeit bei der Auswertung forensischer Spuren.
Gesichert ist nach derzeitigem Stand: das aufgefundene Waffendepot mit zwei Handfeuerwaffen und Munition, die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, die Festsetzung eines Verdächtigen in Rumänien und die politische Bewertung des Innenministers. Offene Punkte betreffen mögliche Auftraggeber, die genaue Zweckbestimmung der Waffen sowie den zeitlichen Rahmen einer mutmaßlichen Anschlagsplanung. Einschätzungen zu staatlicher Verantwortlichkeit bleiben bis auf Weiteres Prüfgegenstand der Nachrichtendienste.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).