Kurzmeldung
Am 10. Oktober 2026 warnt der öffentlich-rechtliche Rundfunk und Verbraucherschutz erneut vor unseriösen Anbietern bei der Entfernung von Nestern der Asiatischen Hornisse. In Deutschland gilt die Art seit 2025 als etabliert; öffentliche Stellen raten weiterhin zur fachgerechten Entfernung von Nestern, weil Primärnester früh im Jahr entstehen und Sekundärnester später groß und schwer zugänglich werden. Die Behörden unterscheiden klar zwischen Empfehlungen zur Meldung und praktischen Hinweisen zur Kostenvermeidung.
Das Umweltbundesamt stellt fest, dass die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) seit März 2025 in Deutschland als etabliert eingestuft ist und daher nicht flächendeckend behördlich bekämpft wird; gleichwohl empfiehlt die Behörde das Melden von Nestern und die Entnahme durch sachkundige Personen, um Schäden an Honigbienenvölkern zu begrenzen. Die Landesregierungen, insbesondere in Baden-Württemberg, fördern die Nestentfernung aktuell in unterschiedlichem Umfang: Für Primärnester gab es zuletzt eine Pauschale, die in den Sommermonaten angepasst wurde; ab September 2026 erhöhte das Land die Förderung für Sekundärnester, um Eigentümerinnen und Eigentümer zu entlasten.
Parallel mahnt die Verbraucherzentrale zur Vorsicht: Beratungsstellen dokumentieren wiederholt Fälle, in denen Notdienste oder Einzelunternehmer überhöhte Preise forderten oder Druck zum sofortigen Barzahlungsabschluss ausübten. Die Verbraucherschützer empfehlen, vor einem Einsatz mehrere schriftliche Kostenvoranschläge einzuholen, schriftliche Leistungserklärungen zu verlangen und im Zweifel die Hausverwaltung beziehungsweise die Gebäudeversicherung zu kontaktieren, bevor Leistungen angenommen werden.
Fachliche Stellen wie die Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim und Naturschutzbehörden betonen, dass Laien Nester nicht eigenmächtig entfernen dürfen; aus tierschutz- und artenschutzrechtlichen Gründen ist bei vermuteter Verwechslung mit heimischen, besonders geschützten Arten Vorsicht geboten. Zugelassene Verfahren reichen von bodengestützten Lanzen für höhere Nester bis zu selektiven Fangmaßnahmen, wobei viele Fallen nicht selektiv sind und auch geschützte Arten gefährden können.
Für Besitzerinnen und Besitzer gilt damit: Melden, informieren, Förderfähigkeit prüfen und auf schriftliche, transparente Angebote achten. So lassen sich fachgerechte Nestentfernungen der Asiatischen Hornisse durchführen, ohne in finanzielle Fallen zu geraten.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).