Die geplante Wiedereröffnung des Stadtbads Schöneberg in Berlin ist kurzfristig abgesagt worden. Der für den 26. August 2026 anvisierte Termin kann nach Angaben der Betreiber nicht gehalten werden. Begründet wird die Entscheidung mit festgestellten Mängeln an technischen Anlagen sowie mit noch ausstehenden behördlichen Prüfungen der Wasseraufbereitung. Ein neuer Eröffnungstermin wurde nicht genannt.
Das Bad an der Hauptstraße ist seit Anfang 2024 für eine umfassende Sanierung geschlossen. Die Berliner Bäder-Betriebe, eine landeseigene Anstalt öffentlichen Rechts, verantworten Betrieb und Instandhaltung der Anlagen sowie die Belegungsplanung. Sie hatten die Arbeiten zuletzt als weit fortgeschritten beschrieben, teils bereits einen Probebetrieb vorbereitet. Bei der finalen Begehung traten jedoch Probleme an der Beckenwassertechnik und an Pumpeninstallationen zutage. Zudem stehen Laborproben aus, die das zuständige Gesundheitsamt für die Freigabe der Becken verlangt. Ohne diese Nachweise – sie dienen dem Infektionsschutz und der Einhaltung landesrechtlicher Hygienestandards – ist kein Publikums- oder Vereinsbetrieb zulässig.
Für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg verschärft die Verzögerung die angespannte Versorgung mit Hallenbadzeiten. Während der Sanierungsphase waren Schulen und Vereine bereits auf andere Standorte ausgewichen; kurzfristige Terminänderungen erschweren nach Angaben von Beteiligten die Planung von Unterricht und Training. Die Berliner Bäder-Betriebe rechnen infolge der Nacharbeiten mit zusätzlichen Kosten. Deren Höhe ist offen. Grundsätzlich finanzieren sich die Bäder in Berlin aus Eintrittserlösen und Zuschüssen des Landes; Mehraufwände schlagen daher entweder im laufenden Betrieb oder im Haushalt der Anstalt zu Buche.
Als nächstes wollen die Berliner Bäder-Betriebe gemeinsam mit dem Bezirksamt die festgestellten Beanstandungen dokumentieren und Nachbesserungen beauftragen. Nach Abschluss der Arbeiten ist eine erneute Begehung vorgesehen. Erst wenn die technischen Mängel behoben sind und das Gesundheitsamt die geforderten Proben freigibt, kann das Bad für den Publikumsbetrieb öffnen. Aussagen über einen möglichen Zeitplan bleiben daher vorläufig.
Verzögerte Neustarts sind im Berliner Bäderbetrieb kein Einzelfall: Zuletzt wurde auch die Wiedereröffnung des Sommerbads Columbiabad verschoben. Für das Stadtbad Schöneberg gilt nun: Die Wiedereröffnung wurde verschoben, weil bei der Schlussabnahme Mängel festgestellt und vorgeschriebene Hygienenachweise noch nicht erbracht wurden; das Bad bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).