Behörden und Rettungsdienste haben zum Auftakt des Oktoberfestes 2026 in München eine hohe Zahl an Einsätzen verzeichnet. Im Vordergrund standen kreislaufbedingte Notfälle und alkoholverursachte Beschwerden, daneben einzelne Verletzungen durch Stürze und Schnittwunden. Polizei und Sanitätsdienste berichteten über eine insgesamt dichte Einsatzlage, ohne von gravierenden Störungen des Festbetriebs zu sprechen.
Das 191. Oktoberfest wurde am Samstag, 19. September 2026, traditionell auf der Theresienwiese eröffnet. Die Festzelte füllten sich rasch, auch auf den Wegen und an den Fahrgeschäften herrschte starker Andrang. Mit dem Zustrom stieg die Zahl der medizinischen Hilfeleistungen: Die Sanitätsstationen behandelten zahlreiche Patientinnen und Patienten mit Kreislaufproblemen, Dehydrierung und akuten Alkoholvergiftungen. Mehrfach waren chirurgisch versorgbare Verletzungen nach Stürzen zu melden.
Die Bundespolizeidirektion München bilanzierte den ersten Tag als weitgehend geordnet, wies jedoch auf ein erhöhtes Einsatzaufkommen im Bahnverkehr hin. Besonders die An- und Abreise über S‑Bahnen und Regionalzüge führte zu zusätzlichen Lagen, etwa wegen hilfloser Personen und Erste‑Hilfe‑Einsätzen auf Bahnsteigen. Die Bundespolizei war mit verstärkten Kräften an Knotenpunkten präsent und koordinierte Maßnahmen mit den städtischen Diensten.
Die Stadt München und die Veranstalter hatten im Vorfeld die Sicherheitsvorkehrungen sichtbar ausgeweitet. Taschenkontrollen an den Eingängen, ein Verbot gefährlicher Gegenstände wie Messer sowie ein Drohnenverbot galten ebenso wie zusätzliche Absperrungen. Die Polizeipräsenz auf der Theresienwiese und im Umfeld wurde erhöht, um Überfüllungen zu steuern und Konflikte frühzeitig zu unterbinden.
Der Trachten- und Schützenzug am Sonntag verlief nach Angaben der Einsatzkräfte planmäßig und lockte zahlreiche Zuschauer an. Auch hier blieb der medizinische Schwerpunkt auf dehydrierungs- und alkoholverursachten Kreislaufproblemen, unterstützt durch das warme Spätsommerwetter und die Belastung durch langes Stehen. Insgesamt berichteten die Dienste von vielen, aber beherrschbaren Einsatzsituationen.
Für die kommenden Festtage kündigten die Behörden an, das bestehende Sicherheits- und Versorgungskonzept fortzuführen. Besucherinnen und Besucher werden auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr, maßvollen Alkoholkonsum und eine frühzeitige, geordnete An- und Abreise hingewiesen. Die organisatorische Verantwortung liegt weiterhin bei der Stadt München, den Veranstaltern und den eingesetzten Sicherheitsbehörden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).