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Wildschweine verwüsten Friedhöfe – Kommunen setzen auf Zäune und Jagd

Nach neuen Schäden auf mehreren Friedhöfen reagieren Städte und Gemeinden in Deutschland mit Sicherungen und gezielter Bejagung.

Mehrere deutsche Kommunen melden seit Ende Oktober erneut schwere Schäden durch Wildschweine auf Friedhöfen und leiten Sofortmaßnahmen ein. Betroffen sind unter anderem Mölschbach bei Kaiserslautern, der Friedhof Ruhleben im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, der Ortsteil Oerrel der Stadt Munster im Landkreis Heidekreis sowie der Waldfriedhof in Menden.

In Mölschbach berichteten Anwohnerinnen und Anwohner sowie die örtliche Verwaltung von umgepflügten Rasenflächen und aufgerissenen Grabfeldern. Angehörige beklagten zerstörte Grabeinfassungen und verlegte Blumen. In Berlin dokumentierte das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf wiederholte erhebliche Schäden auf dem Friedhof Ruhleben; demnach wurden dort bereits Stadtjäger eingesetzt, um die Gefahr für Besucherinnen und Besucher zu verringern. In Oerrel meldeten regionale Medien großflächig umgewühlte Flächen zwischen Gräbern. Auch auf dem Waldfriedhof Menden wurden Wege und Rasenstücke sichtbar beschädigt.

Die betroffenen Verwaltungen reagieren mit kurzfristigen Sicherungen und mittelfristigen Eingriffen. Zunächst werden Lücken in Einfriedungen geschlossen, Zäune instandgesetzt und neuralgische Zugänge provisorisch gesperrt. Parallel bereiten Verwaltungen Schadensanzeigen und Meldungen an Versicherungen vor. Wo rechtlich zulässig, veranlassen Bezirksämter und Gemeinden zudem eine abgestimmte Bejagung in Zusammenarbeit mit Forst- und Jagdbehörden. Aus Berlin heißt es, Ziel sei es, die Würde der Grabstätten zu wahren und die Verkehrssicherheit auf den Anlagen wiederherzustellen.

Fachleute verweisen darauf, dass Wildschweine im Herbst besonders intensiv nach Wurzeln, Engerlingen und Kastanien suchen und dabei lockere Böden, Rasensoden und frisch aufgeworfene Erdschichten bevorzugen. Friedhöfe liegen oft nahe an Waldrändern, bieten ruhige Rückzugsräume und verfügen über großflächige Rasenflächen – Faktoren, die das Eindringen begünstigen, wenn Zäune beschädigt oder Tore offenstehen. Kommunen setzen daher auf eine Kombination aus baulicher Prävention, Störreizen und – wo erforderlich – punktueller Bejagung.

Belegt sind die jüngsten Schäden in den genannten Orten; Umfang und Geschwindigkeit der Reparaturen hängen jedoch von Gelände, Zaunzustand und lokalen Kapazitäten ab. Ob Jagdmaßnahmen einen nachhaltigen Effekt haben, bewerten Behörden je nach Bestandssituation und Gelände sehr unterschiedlich. Friedhofsverwaltungen sowie betroffene Familien haben inzwischen Anzeigen oder Schadensmeldungen eingereicht. Die zuständigen Stellen prüfen fortlaufend weitere Schritte, um erneute Verwüstungen zu verhindern und die Anlagen zu sichern.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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