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Wirtschaft drängt auf besseren Schutz vor Drohnen und Sabotage

Nach Vorfällen an Umspannwerken und am Flughafen Leipzig/Halle verlangen Verbände und Unternehmen klare Zuständigkeiten, schnellere Beschaffung und feste Regeln für die Drohnenabwehr.

Nach bestätigten Sabotagefällen an Umspannwerken in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sowie dem Fund einer mutmaßlich mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle fordern Wirtschaftsverbände und Sicherheitsunternehmen in Deutschland rasche und klare Schutzmaßnahmen für kritische Infrastruktur. Die Vorfälle, die Anfang September 2026 bekannt wurden, werden von Ermittlern als gezielte Angriffe geprüft. Die Bundesregierung spricht von einer hybriden Bedrohungslage und kündigt zusätzliche Maßnahmen an.

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft verweist darauf, dass Betreiber kritischer Infrastruktur zwar die Hauptverantwortung tragen, derzeit aber auf technische, rechtliche und personelle Lücken stoßen. Gefordert werden verbindliche Zuständigkeitsregeln, eine bessere Einbindung privater Sicherheitsdienste, verpflichtende Risikoanalysen für Betreiber sowie eine beschleunigte Beschaffung von Erkennungs- und Abwehrsystemen gegen Drohnen. Branchenvertreter warnen vor einem Flickenteppich länderspezifischer Vorgaben und dringen auf harmonisierte nationale Standards.

Die Bundesregierung und das Bundesinnenministerium verweisen auf laufende Arbeiten an gesetzlichen Grundlagen, darunter Anpassungen des Luftsicherheitsrechts und die verbesserte Koordination zwischen Bund, Ländern und Betreibern. Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen Schutzmaßnahmen an strategischen Knotenpunkten ausgebaut und Verfahren zur schnellen Luftraumüberwachung und -sperrung geschärft werden. Konkrete Ermittlungsergebnisse zu Tätern oder Hintermännern liegen öffentlich nicht vor; die Sicherheitsbehörden prüfen politische Hintergründe und mögliche ausländische Steuerung.

Juristisch bleiben zentrale Fragen umstritten: Wie weit dürfen Videoüberwachung im Umfeld von Anlagen, technische Gegenmaßnahmen durch private Betreiber und Eingriffe in den Luftraum reichen, ohne Datenschutz und Grundrechte unverhältnismäßig zu beschneiden? Expertinnen und Experten sehen die Lösung in klaren gesetzlichen Befugnissen, abgestimmten Verantwortlichkeiten und einheitlichen Einsatzregeln für Polizei, Luftsicherheit und Betreiber.

Als weitere Vorkehrungen nennen Fachleute redundante Netzstrukturen, abgestimmte Alarmpläne, regelmäßige gemeinsame Übungen mit Einsatzkräften und verpflichtende Sicherheitsüberprüfungen für besonders exponiertes Personal. Ziel sei es, die Resilienz der Stromversorgung, der Transportinfrastruktur und der Luftfahrt zu erhöhen. Während die Ermittlungen zu den jüngsten Vorfällen in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und am Standort Leipzig/Halle andauern, zeichnet sich politisch ab, dass rechtliche Klarstellungen und technische Investitionen parallel vorangetrieben werden müssen. Verbände und Unternehmen drängen auf einen verbindlichen Zeitplan, damit Beschaffung, Schulung und Betrieb von Drohnenabwehr-Systemen nicht erneut an Verfahrensfragen scheitern.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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