Brandenburg

Zwei Tote an Schule in Gosen-Neu Zittau – 19-Jähriger festgenommen

An der privaten Docemus-Schule in Gosen-Neu Zittau sind zwei Menschen getötet worden. Die Polizei nahm einen 19-jährigen Deutschen fest und geht von einer Beziehungstat aus.

An der privaten Docemus-Schule in Gosen-Neu Zittau im Landkreis Oder-Spree sind am 27. August 2026 zwei Menschen getötet worden. Die Polizei wurde nach mehreren Notrufen gegen 13:45 Uhr alarmiert. Einsatzkräfte fanden auf dem Schulgelände zwei tödlich verletzte Personen. Ein 19-jähriger Deutscher wurde vorläufig festgenommen. Die Polizeidirektion Ost leitete Ermittlungen zum Tatablauf und zum Motiv ein.

Nach derzeitigem Stand gehen die Behörden nicht von einem Amoklauf aus. Die Polizei spricht von Anhaltspunkten für eine Beziehungstat. Eine akute Gefährdung der Bevölkerung bestehe nicht. Der Bereich um die Schule wurde weiträumig gesperrt, Kriminaltechniker sicherten Spuren, Zeuginnen und Zeugen wurden befragt. Zur Identität der Opfer machten die Ermittler zunächst keine Angaben.

Das Landesinnenministerium und die Landesregierung von Brandenburg zeigten sich bestürzt. Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus und dankte den Einsatzkräften und Seelsorgern. Medienberichte aus der Region bestätigten die Festnahme und die umfangreichen Maßnahmen am Tatort.

Während der Tat befanden sich nach Angaben aus Polizeikreisen weiterhin Schülerinnen und Schüler auf dem Campus. Sie wurden von Rettungskräften betreut und von der Polizei aus dem Gefahrenbereich geführt. Die Schule ist eine private Ganztagseinrichtung am Standort Gosen-Neu Zittau. Details zu betroffenen Klassen oder konkreten Aufenthaltsorten auf dem Gelände nannten die Behörden nicht.

Die Staatsanwaltschaft übernahm das Verfahren. Vernehmungen des Tatverdächtigen und Auswertungen von Spuren sollen klären, in welcher Beziehung die Beteiligten zueinander standen und wie sich die Ereignisse zeitlich entwickelten. Ermittler prüfen Vorgänge im persönlichen Umfeld des Verdächtigen sowie mögliche Vorinformationen der Schule. Hinweise zu einer weitergehenden Bedrohungslage liegen den Behörden nach eigener Darstellung nicht vor.

Angehörige und Betroffene können Auskünfte über eine eingerichtete Personenauskunftsstelle erhalten. Behörden betonen, dass zum Motiv bislang keine belastbaren Erkenntnisse vorliegen. Spekulationen sollen vermieden werden, bis die gesicherten Befunde vorliegen. Über weitere Schritte will die Staatsanwaltschaft nach Abschluss der ersten Vernehmungen und der Spurensicherung informieren.

Die Ereignisse in Gosen-Neu Zittau belasten die Region im Landkreis Oder-Spree. Polizei, Rettungsdienste und Kriseninterventionsteams blieben bis in den Abend vor Ort. Für den Schulbetrieb und die Betreuung Betroffener kündigten die Verantwortlichen weitere Abstimmungen mit den Behörden an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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