Aktuell

Bahn saniert linke Rheinstrecke zwischen Mainz und Koblenz abschnittsweise

Rheinland-Pfalz und die Deutsche Bahn haben am 9. Oktober 2026 vereinbart, die für 2028 geplante Sanierung der linken Rheinstrecke nicht am Stück, sondern in Etappen umzusetzen. Längere Totalsperrungen sollen vermieden werden.

Die für 2028 angesetzte Sanierung der linken Rheinstrecke zwischen Mainz und Koblenz wird nicht als durchgehende Generalsanierung erfolgen. Vertreter der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der Deutschen Bahn kündigten am 9. Oktober 2026 an, die Arbeiten in mehreren Abschnitten und zeitlich versetzt umzusetzen. Ziel ist es, Kapazitätsengpässe zu reduzieren und längere Totalsperrungen im Fern- und Güterverkehr zu vermeiden.

Als Hauptgrund nennen beide Seiten parallele Großmaßnahmen an der rechten Rheinstrecke. Dort gebündelte Bauarbeiten binden Personal, Baulogistik und Material. Zudem laufen an der linken Rheinstrecke fortgesetzte Instandhaltungen, etwa im Raum Ingelheim, die die Planung zusätzlich komplex machen. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen Eingriffe deshalb nach Möglichkeit auf kurze Sperrfenster, nächtliche Arbeiten und punktuelle Bauphasen verteilt werden. Priorisiert werden Abschnitte nach baulichem Zustand und betrieblicher Bedeutung.

Konkrete Fahrpläne für alle Teilprojekte liegen noch nicht vollständig vor. Die Beteiligten verweisen auf laufende Abstimmungen, in denen Zeitfenster und Bauabfolgen festgelegt werden. Eine durchgehende Totalsperrung zwischen Mainz und Koblenz ist nach heutigem Stand nicht vorgesehen.

Kritik kommt aus Fahrgastvertretungen. Der Fahrgastverband PRO BAHN warnt, dass eine Abfolge kurzfristiger Einzelmaßnahmen die Leistungsfähigkeit der Strecke langfristig nicht ausreichend sichern könnte. Gefordert werden transparente Prioritäten, überprüfbare Termine und klar benannte Qualitäten der angestrebten Verbesserungen im Nah- und Fernverkehr zwischen Koblenz und Mainz. Auch aus der Region gibt es die Erwartung, dass betroffene Kommunen frühzeitig und verlässlich über Einschränkungen informiert werden.

Für Pendler und die Wirtschaft am Mittelrhein bedeutet die gestaffelte Vorgehensweise weiterhin spürbare Auswirkungen. Vorgesehen sind je nach Bauphase Ersatzverkehre, Umleitungen sowie vermehrte Güterumleitungen über die rechte Rheinstrecke. Entlastungen sollen durch eng abgestimmte Zeitpläne, frühzeitige Kommunikation und die Bündelung von Teilmaßnahmen erreicht werden.

Die linke Rheinstrecke gilt als zentrale, aber sanierungsbedürftige Achse im Korridor zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Bund, Land und Deutsche Bahn hatten 2023 eine bundesweite Korridorsanierungsstrategie gestartet, die für den Abschnitt am linken Rhein ursprünglich eine gebündelte Großmaßnahme im Jahr 2028 vorsah. Angesichts der Parallelprojekte und der verfügbaren Ressourcen wird diese Herangehensweise nun angepasst. Verbindliche Fertigstellungstermine für komplette Abschnitte sollen nach Abschluss der anstehenden Abstimmungsrunden bekanntgegeben werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk