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BepiColombo: Transportmodul erfolgreich abgetrennt, Ankunftsphase am Merkur begonnen

Am 3. September 2026 hat die Europäische Weltraumagentur das Mercury Transfer Module von der BepiColombo-Sonde abgetrennt. Die beiden wissenschaftlichen Orbiter setzen nun die letzte Etappe ihrer Merkur-Ankunftssequenz fort.

Die Europäische Weltraumagentur (ESA) hat am 3. September 2026 das Mercury Transfer Module (MTM) der gemeinsamen Mission BepiColombo erfolgreich vom restlichen Raumfahrzeug abgetrennt. Die MTM-Abtrennung markiert den offiziellen Beginn der Ankunftsphase am Planeten Merkur und war nach Angaben der ESA der erste und technisch anspruchsvollste Schritt einer mehrmonatigen Sequenz, die die beiden wissenschaftlichen Orbiter in Umlaufbahnen um den Merkur bringen soll.

Im Kontrollzentrum der ESA in Darmstadt überwachten Teams den Ablauf und bestätigten nach Funkkontakt, dass die Abtrennung wie geplant verlief. Das zuvor im Einsatz befindliche solarelektrische Antriebssystem war bereits zuvor abgeschaltet worden; damit folgt die Sonde auf einer ballistischen Flugbahn weiter ihrem Ziel. Die BepiColombo-Mission, ein gemeinsames Projekt der Europäische Weltraumagentur und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), war 2018 gestartet und befindet sich nach fast acht Jahren Flugzeit in der entscheidenden Phase.

Mit der Abtrennung des Mercury Transfer Module beginnt für den Mercury Planetary Orbiter (MPO) der ESA und den japanischen Magnetosphärenorbiter Mio die komplexe Aufgabe, nacheinander in Merkurumlaufbahnen einzuschwenken. Nach derzeitiger Planung sollen MPO und Mio im November beziehungsweise Dezember 2026 ihre jeweils vorgesehenen Manöver zur Bahnaufnahme durchführen und sich anschließend voneinander trennen. Die Mission liefert Daten zur Zusammensetzung, Geologie und Magnetosphäre des Merkurs und ergänzt damit frühere Untersuchungen durch NASA-Missionen wie MESSENGER.

Die Operation war international vorbereitet: Europa- und Japan-basierte Teams führten im Vorfeld umfangreiche Simulationen durch, darunter Übungen zur Abtrennung, zur Wiedererfassung des Funksignals und zur Funktionstests der Instrumente. Die Universität Leicester und mehrere deutsche Forschungseinrichtungen sind an Instrumenten der Mission beteiligt und werden die nun anlaufenden Messreihen auswerten.

Zugeschriebene Aussagen stammen direkt aus den technischen Updates und Pressemitteilungen der ESA; unbestätigte Meldungen oder Spekulationen wurden nicht einbezogen. Mögliche Risiken für die folgenden Eintrittsmanöver bestehen weiterhin — die genaue Bahnaufnahme bleibt bis zum erfolgreichen Abschluss der nächsten Manöver für die einzelnen Orbiters kritisch. Für Deutschland ist die Errungenschaft vor allem ein Signal für die Bedeutung europäischer Kontroll- und Forschungszentren wie des ESA-Satellitenkontrollzentrums in Darmstadt im internationalen Raumfahrtbetrieb.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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